Chakra Loop: Kreisende Lebensenergie erfahren…

Den Cherokee-Indianern schreibt man ein Initiations-Ritual zu, das später von vielen spirituellen Traditionen als bewegte und von Musik begleitete Atem-Meditations-Methode übernommen wurde.

Wenn die Kinder der Cherokee zur Adoleszenz reiften, lud man sie zu einem Ritual, bei dem sie ihre ihnen innewohnenden Potentiale kennen lernen und einen Ausblick auf ihre menschlichen Entwicklungsstadien erleben konnten.

Das Ritual ist belegt. Der oben beschriebene Sinn ist lediglich meine Interpretation, aber meine persönliche Erfahrung mit dieser Meditations-Methode, lässt den Sinn durchaus plausibel erscheinen.

Die Cherokee dürften von Chakren, wie wir sie heute aus der östlichen Mythologie kennen, nicht geredet haben. Ganz sicher aber werden sie gewusst haben, dass Menschen über Energiezentren mit bestimmten Qualitäten verfügen, die in jedem Entwicklungsstadium des Menschseins ihre besondere Bedeutung haben. Möglicherweise hatten sie eine andere Bezeichnung dafür.

Wir kennen 7 Hauptchakren, die man sich vertikal entlang der Wirbelsäule angeordnet vorstellt.
Während diese Zentren im physischen Körper chirurgisch nicht nachweisbar sind, können sie im persönlichen Erleben dennoch in ihrer Wirkung und Bedeutung erspürt werden.

Von unten nach oben beschreiben die Chakren der Reihenfolge nach die Entwicklungsstadien spirituellen Reifens und haben demzufolge in jedem Stadium ihre ganz spezielle Bedeutung.

Die 7 Hauptchakren in ihrer Reihenfolge von unten nach oben: Qualitäten und besondere Bedeutung.

Lage der einzelnen Chakren

Muladhara (Wurzelchakra): Verbindung und Verwurzelung mit der Erde, Bodenständigkeit, Verbindung mit dem Materiellen, Besitz, Überlebensinstinkt.
Die energetische Qualität in diesem untersten Chakra, ist vor allem am Materiellen orientiert. Besitz gibt uns Sicherheit. Wir streben danach, unseren Platz auf dieser Erde zu sichern und fühlen uns mit dieser Erde verbunden. Wir fühlen uns als vorwiegend physische Wesen. Unser Überlebensinstinkt wird aus der Kraft dieses Chakra gespeist.
Das Wurzelchakra befindet sich am unteren Ende der Wirbelsäule.

Swadhisthana (Nabelchakra, Sakralchakra, Sexualchakra, Hara): Fruchtbarkeit, Vermehrung, ins Fließen kommende Kraft, Sexualität, Fähigkeit zu intensiver Hingabe.
Die besondere energetische Qualität in diesem Chakra ist von Bewegung und Anziehung bestimmt. Hingabe und die Lebensenergie der Sexualität kennzeichnen diese Kraft, durch die auch unsere Gefühle und Emotionen ihre Intensität beziehen.
Das Nabelchakra befindet sich etwa eine Hand breit unterhalb des Nabels.

Manipura (Solarplexus, Sonnengeflecht): Durchsetzungskraft, Willenskraft, Fähigkeit zur Veränderung und Transformation, Begeisterung, Mut.
In diesem dritten Chakra werden die bewegten Kräfte aus dem zweiten Chakra dazu genutzt, die Dinge zu bearbeiten und zu verändern. Die Willenskraft, Ziele mit Begeisterung und Mut zu verfolgen und zu erreichen, spielt hier eine große Rolle. Wir spüren unsere Kraft, die Dinge zu formen und zu verändern.
Das Solarplexus-Chakra befindet sich knapp unterhalb der unteren Rippenbögen.

Anahata (Herzchakra): Liebe, Mitgefühl, Freude, Ausdehnung, Vorstellungsvermögen, Gleichmut.
In diesem vierten Chakra bekommen die zielgerichteten Kräfte des dritten Chakra eine verbindende, ausweitende und ausgleichende Qualität. Das Gefühl für Gemeinschaft, Austausch und Miteinander wird spürbar. Gebefreude entsteht und die Kraft des Herzens, die durch ihre Vorstellungskraft die Dinge Realität werden lässt, macht uns bewusst, dass wir mehr sind, als ein von allem abgetrennter, materieller Organismus.
Das Herzchakra befindet sich unter dem Brustbein in der Höhe des Herzens.

Vishudda (Halschakra): Verbundenheit, Raum, Kommunikation.
Die verbindende Kraft des vierten Chakra, ermöglicht im fünften Chakra die Fähigkeit zur Interaktion, Austausch und klarer Kommunikation. Das Gefühl tiefer Verbundenheit mit anderen wird spürbar und wichtig.
Das Halschakra befindet sich im Bereich des Kehlkopfes.

Ajna (Stirnchakra, drittes Auge): Verständnis, Verstehen, Intuition.
Die Fähigkeit zur Kommunikation im fünften Chakra, ermöglicht im sechsten Chakra die Fähigkeit zum nicht-begrifflichen Verstehen. Es entsteht ein intuitives Verständnis für Zusammenhänge und ein Wissen, das keiner Erklärungen mehr bedarf.
Das Stirnchakra befindet sich zwischen den Augenbrauen hinter der Stirn (anatomisch befindet sich an dieser Stelle die Zirbeldrüse).

Sahasrara (Kronenchakra, Scheitelchakra): kosmische, allumfassende Verbundenheit, Weisheit, Erleuchtung.
Wenn dieses Chakra vollständig geöffnet und aktiviert ist, erleben Menschen vollkommene Freiheit von allen inneren Begrenzungen.
Das Kronenchakra befindet sich außerhalb des physischen Körpers, knapp oberhalb der Schädeldecke.

Die Chakra Loop Meditation

Ziel und Wirkung
Die Chakra Loop Meditation aktiviert und verbindet die einzelnen Chakren. Das bedeutet, dass die entsprechende Qualität in den Chakren angeregt wird und spürbar werden kann.
Blockierte Energie kann sich dabei lösen und ins Fließen kommen. Es kann durchaus passieren, dass dabei Emotionen aufkommen. Wenn es geschieht, ist es ein positiver Beweis dafür, dass etwas in Bewegung gekommen ist!
Durch die Anregung aller Chakren wird der energetische Haushalt im Körper harmonisiert, das Körpergefühl wird belebt und der Zugang zu den eigenen Gefühlen wird offener.
Durch diese Übung kann ein sehr befreiendes und belebendes Gesamtgefühl entstehen.
In jedem Fall ist es durch Hinwendung der Achtsamkeit nach innen auch eine ausgesprochen gute Gewahrseins-Übung, die uns die Vielschichtigkeit unserer energetischen Eigenschaften transparent macht.

Wenn die Methode im Stehen praktiziert wird, sind die Beine etwa schulterbreit auseinander und die Knie leicht gebeugt. Die Füße halten während der ganzen Übung Kontakt zum Boden. Die gebeugte Kniehaltung verstärkt übrigens das Gefühl der Verbundenheit mit der Erde.
Der Oberkörper ist aufrecht.

Körper, Atem, Bewegung und Visualisierungen

Körper
Die Chakra Loop Meditation wird üblicherweise im Stehen geübt. Sie kann aber auch im Sitzen oder Liegen praktiziert werden. Erfahrungsgemäß ist sie in stehender Position am effektivsten. Wenn die Methode im Stehen praktiziert wird, sind die Beine etwa schulterbreit auseinander und die Knie leicht gebeugt. Die Füße halten während der ganzen Übung Kontakt zum Boden. Die gebeugte Kniehaltung verstärkt übrigens das Gefühl der Verbundenheit mit der Erde.
Der Oberkörper ist aufrecht.

Atem
Beim Einatmen stellt man sich vor, dass Energie von der Erde durch die Beine nach oben in den Körper gezogen wird. Im Verlauf der Übung erreicht die Energie der Reihenfolge nach die sieben Chakren. In welcher Reihenfolge das genau abläuft, wird weiter unten beschrieben.
Die Frequenz des Atemrhythmus ist dabei ganz individuell . Es kann so schnell und heftig geschehen, wie bei einer Feueratmung, aber auch sehr langsam und bedächtig.
Gleichgültig wie schnell man atmen möchte, es sind mehrere Atemzüge, die man beim Einatmen in ein betreffendes Chakra praktiziert. So erklärt sich auch die Dauer von 22 Minuten für einen Durchlauf mit der Kurzversion durch die 7 Chakren.

Bewegung des Körpers
Beim Einatmen schiebt sich das Becken leicht nach hinten. Beim Ausatmen schiebt es sich wieder nach vorne. Wenn man mag, kann man der Bewegung durch Kreisen des Beckens eine variieren.
Die Bewegung der Hände und Arme kann beim Ein- und Ausatmen den Aufnahme- und Abgabeprozess von Energie in ein Chakra hinein und aus einem Chakra heraus zusätzlich unterstützen.

Die Visualisierung
Wenn Energie beim Einatmen in ein Chakra gezogen wird, schiebt sich das Becken in eine öffnende Haltung nach hinten. Man stellt sich den entsprechenden Ort des Chakra vor und spürt in diesen Bereich hinein. Wer sich der entsprechenden Qualitäten des betreffenden Chakra bewusst ist, kann sich die veränderte energetische Qualität beim Fluss durch das Chakra vorstellen und auf sich wirken lassen.

Beim Ausatmen schiebt sich das Becken wieder nach vorne und übt gewissermaßen Druck aus und die Energie verlässt das Chakra und wird durch ein anderes Chakra ausgeatmet. Auch hier kann man sich wiederum die veränderte energetische Qualität bewusst machen, die beim Durchfluss durch das betreffende Chakra entsteht. Diese kann man sich als Qualität selbst zugute kommen lassen oder nach außen abgeben. Man kann sich beispielsweise einen Menschen vorstellen, dem man diese Energie schenken möchte.

Der Ablauf im Detail
Zwar wird die Reihenfolge im Ablauf durch die einzelnen Chakren bei der begleitenden Musik angegeben, aber der Vollständigkeit halber liste ich sie hier nochmal tabellarisch auf…
Die ganze Meditation erstreckt sich mit 2 Durchgängen über 45 Minuten.
Bei meinen Meditationsabenden biete ich die Meditation auch in einer kürzeren Version mit nur einem Durchgang an. Sie dauert dann nur 22 Minuten, ist aber auch sehr intensiv. Ich nutze die Kurzversion bei einem Abend gerne als Vorübung zu darauf folgenden Meditations-Methoden.

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