Kontemplation

Grundsätzlich ist Kontemplation von Meditation kaum zu unterscheiden. Beides ist eine geistige Hinwendung nach Innen. Unterschiede gibt es nur im Detail.

In der Meditation öffne ich meinen Geist nach innen, nehme die Geistesformationen wahr, wie Gedanken, Gefühle und Emotionen und lasse sie vorüberziehen ohne mich darin zu verstricken.
Im Laufe der Übung beruhigt sich mein Geist und die geistigen Formationen werden weniger, unscheinbarer und weniger konkret, bis sich eine „angrenzende Sammlung“ einstellt – wie Buddhisten den Zustand nennen, bei dem Gedanken nur schemenhafte und kaum wahrnehmbare Besucher im Hintergrund meines Geistes sind.
Von hier aus sinkt mein Geist in Sphären, in denen zunehmend Klarheit, Intuition und inneres Wissen wahrnehmbar werden. Am Ende steht eine wohltuende Leere, die gleichzeitig als absolute Fülle wahrgenommen wird.

In der Kontemplation gelange ich ebenfalls zu Klarheit, Intuition und Wissen. Im Unterschied zur Meditation binde ich den Prozess der Hinwendung nach Innen aber an ein Thema, in das ich mich hinein versenken möchte.
Ich betrachte das Thema und lasse Gedanken, Gefühle und Emotionen dazu auftauchen und verfolge den Prozess wie ein Zuschauer, der einem Film folgt. Auf diese Weise kann ich meine persönliche Position zum Thema erkennen, so wie die Bedeutung und den Wahrheitsgehalt des Themas.
Kontemplation bedeutet nicht Nachdenken. Es ist kein aktiver, kein argumentativer Prozess. Es ist zunächst eher eine Art Brainstorming.
Im Ablauf der Übung beruhigen sich die vordergründigen Gedanken, Gefühle und Emotionen und mein Geist wird das Thema intuitiv erfassen und Zugriff auf die Weisheit erhalten, die abseits meines persönlichen Wissens in Verbindung mit universellem Wissen steht.

Chakra Loop: Kreisende Lebensenergie erfahren…

Den Cherokee-Indianern schreibt man ein Initiations-Ritual zu, das später von vielen spirituellen Traditionen als bewegte und von Musik begleitete Atem-Meditations-Methode übernommen wurde.

Wenn die Kinder der Cherokee zur Adoleszenz reiften, lud man sie zu einem Ritual, bei dem sie ihre ihnen innewohnenden Potentiale kennen lernen und einen Ausblick auf ihre menschlichen Entwicklungsstadien erleben konnten.

Das Ritual ist belegt. Der oben beschriebene Sinn ist lediglich meine Interpretation, aber meine persönliche Erfahrung mit dieser Meditations-Methode, lässt den Sinn durchaus plausibel erscheinen.

Die Cherokee dürften von Chakren, wie wir sie heute aus der östlichen Mythologie kennen, nicht geredet haben. Ganz sicher aber werden sie gewusst haben, dass Menschen über Energiezentren mit bestimmten Qualitäten verfügen, die in jedem Entwicklungsstadium des Menschseins ihre besondere Bedeutung haben. Möglicherweise hatten sie eine andere Bezeichnung dafür.

Wir kennen 7 Hauptchakren, die man sich vertikal entlang der Wirbelsäule angeordnet vorstellt.
Während diese Zentren im physischen Körper chirurgisch nicht nachweisbar sind, können sie im persönlichen Erleben dennoch in ihrer Wirkung und Bedeutung erspürt werden.

Von unten nach oben beschreiben die Chakren der Reihenfolge nach die Entwicklungsstadien spirituellen Reifens und haben demzufolge in jedem Stadium ihre ganz spezielle Bedeutung.

Die 7 Hauptchakren in ihrer Reihenfolge von unten nach oben: Qualitäten und besondere Bedeutung.

Lage der einzelnen Chakren

Muladhara (Wurzelchakra): Verbindung und Verwurzelung mit der Erde, Bodenständigkeit, Verbindung mit dem Materiellen, Besitz, Überlebensinstinkt.
Die energetische Qualität in diesem untersten Chakra, ist vor allem am Materiellen orientiert. Besitz gibt uns Sicherheit. Wir streben danach, unseren Platz auf dieser Erde zu sichern und fühlen uns mit dieser Erde verbunden. Wir fühlen uns als vorwiegend physische Wesen. Unser Überlebensinstinkt wird aus der Kraft dieses Chakra gespeist.
Das Wurzelchakra befindet sich am unteren Ende der Wirbelsäule.

Swadhisthana (Nabelchakra, Sakralchakra, Sexualchakra, Hara): Fruchtbarkeit, Vermehrung, ins Fließen kommende Kraft, Sexualität, Fähigkeit zu intensiver Hingabe.
Die besondere energetische Qualität in diesem Chakra ist von Bewegung und Anziehung bestimmt. Hingabe und die Lebensenergie der Sexualität kennzeichnen diese Kraft, durch die auch unsere Gefühle und Emotionen ihre Intensität beziehen.
Das Nabelchakra befindet sich etwa eine Hand breit unterhalb des Nabels.

Manipura (Solarplexus, Sonnengeflecht): Durchsetzungskraft, Willenskraft, Fähigkeit zur Veränderung und Transformation, Begeisterung, Mut.
In diesem dritten Chakra werden die bewegten Kräfte aus dem zweiten Chakra dazu genutzt, die Dinge zu bearbeiten und zu verändern. Die Willenskraft, Ziele mit Begeisterung und Mut zu verfolgen und zu erreichen, spielt hier eine große Rolle. Wir spüren unsere Kraft, die Dinge zu formen und zu verändern.
Das Solarplexus-Chakra befindet sich knapp unterhalb der unteren Rippenbögen.

Anahata (Herzchakra): Liebe, Mitgefühl, Freude, Ausdehnung, Vorstellungsvermögen, Gleichmut.
In diesem vierten Chakra bekommen die zielgerichteten Kräfte des dritten Chakra eine verbindende, ausweitende und ausgleichende Qualität. Das Gefühl für Gemeinschaft, Austausch und Miteinander wird spürbar. Gebefreude entsteht und die Kraft des Herzens, die durch ihre Vorstellungskraft die Dinge Realität werden lässt, macht uns bewusst, dass wir mehr sind, als ein von allem abgetrennter, materieller Organismus.
Das Herzchakra befindet sich unter dem Brustbein in der Höhe des Herzens.

Vishudda (Halschakra): Verbundenheit, Raum, Kommunikation.
Die verbindende Kraft des vierten Chakra, ermöglicht im fünften Chakra die Fähigkeit zur Interaktion, Austausch und klarer Kommunikation. Das Gefühl tiefer Verbundenheit mit anderen wird spürbar und wichtig.
Das Halschakra befindet sich im Bereich des Kehlkopfes.

Ajna (Stirnchakra, drittes Auge): Verständnis, Verstehen, Intuition.
Die Fähigkeit zur Kommunikation im fünften Chakra, ermöglicht im sechsten Chakra die Fähigkeit zum nicht-begrifflichen Verstehen. Es entsteht ein intuitives Verständnis für Zusammenhänge und ein Wissen, das keiner Erklärungen mehr bedarf.
Das Stirnchakra befindet sich zwischen den Augenbrauen hinter der Stirn (anatomisch befindet sich an dieser Stelle die Zirbeldrüse).

Sahasrara (Kronenchakra, Scheitelchakra): kosmische, allumfassende Verbundenheit, Weisheit, Erleuchtung.
Wenn dieses Chakra vollständig geöffnet und aktiviert ist, erleben Menschen vollkommene Freiheit von allen inneren Begrenzungen.
Das Kronenchakra befindet sich außerhalb des physischen Körpers, knapp oberhalb der Schädeldecke.

Die Chakra Loop Meditation

Ziel und Wirkung
Die Chakra Loop Meditation aktiviert und verbindet die einzelnen Chakren. Das bedeutet, dass die entsprechende Qualität in den Chakren angeregt wird und spürbar werden kann.
Blockierte Energie kann sich dabei lösen und ins Fließen kommen. Es kann durchaus passieren, dass dabei Emotionen aufkommen. Wenn es geschieht, ist es ein positiver Beweis dafür, dass etwas in Bewegung gekommen ist!
Durch die Anregung aller Chakren wird der energetische Haushalt im Körper harmonisiert, das Körpergefühl wird belebt und der Zugang zu den eigenen Gefühlen wird offener.
Durch diese Übung kann ein sehr befreiendes und belebendes Gesamtgefühl entstehen.
In jedem Fall ist es durch Hinwendung der Achtsamkeit nach innen auch eine ausgesprochen gute Gewahrseins-Übung, die uns die Vielschichtigkeit unserer energetischen Eigenschaften transparent macht.

Wenn die Methode im Stehen praktiziert wird, sind die Beine etwa schulterbreit auseinander und die Knie leicht gebeugt. Die Füße halten während der ganzen Übung Kontakt zum Boden. Die gebeugte Kniehaltung verstärkt übrigens das Gefühl der Verbundenheit mit der Erde.
Der Oberkörper ist aufrecht.

Körper, Atem, Bewegung und Visualisierungen

Körper
Die Chakra Loop Meditation wird üblicherweise im Stehen geübt. Sie kann aber auch im Sitzen oder Liegen praktiziert werden. Erfahrungsgemäß ist sie in stehender Position am effektivsten. Wenn die Methode im Stehen praktiziert wird, sind die Beine etwa schulterbreit auseinander und die Knie leicht gebeugt. Die Füße halten während der ganzen Übung Kontakt zum Boden. Die gebeugte Kniehaltung verstärkt übrigens das Gefühl der Verbundenheit mit der Erde.
Der Oberkörper ist aufrecht.

Atem
Beim Einatmen stellt man sich vor, dass Energie von der Erde durch die Beine nach oben in den Körper gezogen wird. Im Verlauf der Übung erreicht die Energie der Reihenfolge nach die sieben Chakren. In welcher Reihenfolge das genau abläuft, wird weiter unten beschrieben.
Die Frequenz des Atemrhythmus ist dabei ganz individuell . Es kann so schnell und heftig geschehen, wie bei einer Feueratmung, aber auch sehr langsam und bedächtig.
Gleichgültig wie schnell man atmen möchte, es sind mehrere Atemzüge, die man beim Einatmen in ein betreffendes Chakra praktiziert. So erklärt sich auch die Dauer von 22 Minuten für einen Durchlauf mit der Kurzversion durch die 7 Chakren.

Bewegung des Körpers
Beim Einatmen schiebt sich das Becken leicht nach hinten. Beim Ausatmen schiebt es sich wieder nach vorne. Wenn man mag, kann man der Bewegung durch Kreisen des Beckens eine variieren.
Die Bewegung der Hände und Arme kann beim Ein- und Ausatmen den Aufnahme- und Abgabeprozess von Energie in ein Chakra hinein und aus einem Chakra heraus zusätzlich unterstützen.

Die Visualisierung
Wenn Energie beim Einatmen in ein Chakra gezogen wird, schiebt sich das Becken in eine öffnende Haltung nach hinten. Man stellt sich den entsprechenden Ort des Chakra vor und spürt in diesen Bereich hinein. Wer sich der entsprechenden Qualitäten des betreffenden Chakra bewusst ist, kann sich die veränderte energetische Qualität beim Fluss durch das Chakra vorstellen und auf sich wirken lassen.

Beim Ausatmen schiebt sich das Becken wieder nach vorne und übt gewissermaßen Druck aus und die Energie verlässt das Chakra und wird durch ein anderes Chakra ausgeatmet. Auch hier kann man sich wiederum die veränderte energetische Qualität bewusst machen, die beim Durchfluss durch das betreffende Chakra entsteht. Diese kann man sich als Qualität selbst zugute kommen lassen oder nach außen abgeben. Man kann sich beispielsweise einen Menschen vorstellen, dem man diese Energie schenken möchte.

Der Ablauf im Detail
Zwar wird die Reihenfolge im Ablauf durch die einzelnen Chakren bei der begleitenden Musik angegeben, aber der Vollständigkeit halber liste ich sie hier nochmal tabellarisch auf…
Die ganze Meditation erstreckt sich mit 2 Durchgängen über 45 Minuten.
Bei meinen Meditationsabenden biete ich die Meditation auch in einer kürzeren Version mit nur einem Durchgang an. Sie dauert dann nur 22 Minuten, ist aber auch sehr intensiv. Ich nutze die Kurzversion bei einem Abend gerne als Vorübung zu darauf folgenden Meditations-Methoden.

Mit dem Natürlichen verbinden

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Wenn ich meinen Garten betrete und das Tor hinter mir schließe, gleite ich in eine andere Identität. Dann bin ich in meiner Familie aus scheinbar chaotisch koexistierenden wilden Kräutern, Blumen, Sträuchern und Bäumen. Da sind Vögel und Insekten, Spinnen und am Abend manchmal flink vorbei huschende Fledermäuse zu Besuch.

Ich spüre eine gleichmütige, lebendige und natürliche Gesetzmäßigkeit, in der meine Pflanzen- und Tierfreunde zuhause sind. Gleichzeitig spüre ich diese Gesetzmäßigkeit in mir selbst. Sie ist in einem inneren Raum in mir, zu dem ich während der vergangenen Jahrzehnte kaum Zugang hatte.

Als Kind konnte ich mich noch nicht dagegen zur Wehr setzen, dass mir eine von Menschen gemachte Welt aus Ideen, Vorstellungen und Zielen aufgebunden wurde. Heute ist es für mich das Bild eines zarten Sämlings, der beschnitten, versetzt und zurecht gebogen wird und dem seine ursprüngliche Bestimmung ausgetrieben wird.

Heute kann ich die einst verlorenen Triebe des Sämlings wieder erkennen und das Leben in ihnen wahrnehmen. Eine Instanz in mir sagt, dass ich mich daran halten muss, weil dort das wirkliche Wachstum und der eigentliche Sinn von Leben zu erfahren ist.

In meinem Garten erkenne ich Gesetze, die mich mit dem Geist meiner Urahnen verbinden, die ich in diesem Leben nie persönlich kennen lernen konnte. Aber sie sind überall um mich, sogar im Wind, in den Strahlen der Sonne, im Regen. Ich sehe ihre Freude in der Pracht von Blüten, ich sehe ihren Stolz in den kräftigen Armen der Baumäste und ich sehe ihre Zartheit in der filigranen Struktur der Blätter und Gräser. Ich sehe ihre Weisheit im vollkommenen Zusammenspiel der Kräfte.

Freiheit…

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Wenn ich mich daran gewöhne, immer auf Äußeres zu reagieren, laufe ich Gefahr zur Marionette zu werden. Reaktionen folgen grundsätzlich auf Impulse von Ablehnung oder Anhaftung.
Ich kann dieses Muster unterbrechen, sobald ich es als solches ganz klar erkenne. Es ist der allererste und damit absolut wichtigste Schritt in Richtung Freiheit. Diese Erkenntnis ist entgegen fast aller unserer Lebensgewohnheiten, weswegen wir immer und immer wieder Unfreiheit und damit Leid erzeugen.
Unser Herz steht stellvertretend für ein vollkommen offenes Bewusstsein, in dem natürlicherweise Ablehnung oder Anhaftung ausgeschlossen sind.
Das Herz macht keinen Unterschied zwischen Innen und Außen, es kennt kein Ich und kein Du. Das Herz steht stellvertretend für Familie, in der die gesamte Existenz ihren Platz hat. Kein Blatt am Baum, kein einziges Tier, keine Mikrobe, kein einziger Mensch ist davon getrennt.
Diese Gemeinschaft als Wahrheit zu erkennen, würde Freiheit bedeuten.

Liebe üben

Wenn es um Problem- und Krisenbewältigung geht, wird sehr oft von Liebe gesprochen, die als Antidot gegen Angst eine verbindende, deeskalierende und harmonisierende, innere Haltung bewirkt.
Liebe, als Kraft und innere Haltung, bringt Vertrauen, Toleranz, Gleichmut, die Bereitschaft zu Verstehen und vor allem das Zurücksetzen selbstsüchtiger Neigungen in uns zur Geltung. Liebe stellt ihre Kraft in den Dienst harmonischer Koexistenz und verpflichtet sich ausschließlich zur Wahrheit, die erst nach dem Auflösen angstbesetzter Denkmuster nach und nach erkennbar werden kann.

So viele Menschen reden und schreiben über die Liebe und viele üben sich darin, die Liebe durch ihr Denken und Handeln tagtäglich in ihr Leben zu integrieren.
Ich beobachte das sehr oft im Umfeld meiner Freunde und Bekannten und es wird spürbar in vielen Beiträgen, die im Internet zu finden sind.

Gleichzeitig kann man beobachten, dass andere Kräfte – bewusst oder unbewusst – durch Rede und Handlung immer intensiver Angst und Panik streuen. Angst macht eng, sie trennt und misstraut und fördert selbstsüchtige Neigungen. Angst erzeugt belastende Emotionen, die unreflektiert zur Eskalation zwischen Menschen beitragen.

Wofür werde ich mich willentlich entscheiden? Das sollte die grundsätzliche Kernfrage sein, die ich mir jeden Tag öfter stellen sollte! Entscheide ich mich für die Liebe oder bleibe ich bei der Angst?
„Was würde die Liebe tun?“, kann ein Mantra sein, das mich durch den Tag begleitet.

Innere Demokratie

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Was andere denken, sagen oder tun, kann ich nicht beeinflussen und das ist auch gut so. Ansonsten könnte ich schlimmstenfalls den Diktator in mir wecken.
Ich kann aber meine eigenen Gedanken, meine Rede und mein Handeln prüfen. Das kann schon mal wehtun, weil mir etwa die Hälfte von dem, was mich ausmacht, nicht gefällt und genau diese blöde Hälfte erkenne ich dann auch noch zielsicher in anderen. Wer hätte das gedacht?
Kein Wunder, wenn es Konflikte hagelt.
Es fällt mir oft schwer, meine unangenehmen Anteile zu akzeptieren. Wenn es mir gelingt,
fühlt es sich erleichtert an und die Türe zu meinen guten Anteilen öffnet sich von selbst und ich kann diese Anteile in mir stärken und nach außen bringen.

Ich nenne es „innere Demokratie“, mit sich selbst in konstruktiven Austausch zu kommen, Ablehnung zu vermeiden und sich als Ganzes fühlen zu lernen. In einer harmonischen, inneren Ganzheit finde ich andere Menschen und kann mich mit ihnen verbinden.

Innere Muster erkennen und auflösen

Unsere Emotionen und unsere Reaktionen darauf schreiben das Schauspiel unseres Lebens…

Nicht selten können manche Auftritte auf der Bühne unseres Lebens dramatisch werden, wenn Emotionen mit uns durchgehen und uns Wut, Ärger, Eifersucht, Begierden oder Neid die Suppe versalzen.
Wenn das passiert, fragen wir uns, in welchem Narrenstück wir da manchmal teilnehmen und ob wir uns nicht vielleicht auch eine bessere Rolle auswählen können?

Ja, wir können! Allerdings reicht nicht das alleinige Wollen, bei dem man sagt: „Es wäre ja nicht schlecht, wenn…“. Es braucht Willenskraft für eine klare und verbindliche Entscheidung etwas verändern zu wollen und es ist dann auch Ausdauer bei der Umsetzung gefragt.
So, wie unsere automatischen Reaktionsmuster im Umgang mit Emotionen nicht von heute auf morgen entstanden sind und sich im Unterbewussten eingenistet haben, so braucht es Zeit und Durchhaltevermögen, um die inspirierenden Qualitäten in sich hervor zu bringen, die einen besseren Umgang mit Emotionen ermöglichen.

Wir tragen selbst die Verantwortung dafür, ob wir zulassen, dass Emotionen uns fortreißen, oder ob wir durch geeignete Methoden lernen, auf selbstbestimmte Art mit dem umzugehen, was in uns geschieht.

In der buddhistischen Psychologie ist eine Methode aus 5 Schritten beschrieben, die äußerst hilfreich ist, um mit belastenden Emotionen konstruktiv umgehen zu lernen. Die entsprechenden Emotionen und Auslöser sind folgende:

  • Mangelndes Gewahrsein (Unwissenheit) bedeutet nicht sehen zu wollen, sich abzulenken und Ursachen nicht erkennen zu können. Mangelndes Gewahrsein wird auch als Unbewusstheit bezeichnet.
  • Begierde (Anhaftung, Abhängigkeit, Verlangen) hält fest, kann nicht loslassen und das Verlangen nach einer anderen Situation erzeugt Unzufriedenheit.
  • Stolz (Hochmut, Arroganz, Herablassung) ist gewissermaßen das Zentrum von Ich-Bezogenheit und baut eine regelrechte Festung um sich selbst auf.
  • Eifersucht (Neid, Rivalität) gründet auf Verlustängste und das Gefühl von Minderwertigkeit und ist das Gegenteil von Stolz.
  • Wut (Ärger, Zorn) ist eine extreme Form von Ablehnung. Wenn ich etwas nicht bekomme oder etwas nicht loswerde, kann Wut entstehen.

Die obige Abbildung verdeutlicht, dass entsprechende Emotionen über Mangelndes Gewahrsein miteinander in Verbindung stehen. Jeweils horizontal und vertikal bilden die Emotionen Gegensatzpaare.

Was bedeutet das?
Wut und Begierde sind voneinander abhängig. Wenn ich wütend und ablehnend bin, habe ich gleichzeitig auch ein Verlangen (Begierde). Ich will das eine, bekomme aber etwas Anderes, das ich nicht will.

Stolz und Eifersucht sind über Rivalität miteinander verbunden. Mein Stolz befiehlt mir, besser zu sein, als ein Rivale. Auf einen Rivalen, den ich als besser als mich selbst ansehe, folgt bei mir eifersüchtiges, neidisches Verhalten.

Es sollte einleuchtend sein, dass nicht nur die jeweiligen Gegensatzpaare miteinander reagieren. Verletzter Stolz kann Wut auf den Plan bringen. Die Begierde nach etwas, das ich nicht habe, kann mich eifersüchtig machen.

Mangelndes Gewahrsein nimmt eine zentrale Position ein, weil ich in Unwissenheit darüber bin, was in mir geschieht. Ich nehme die in mir ablaufenden Prozesse in ihrer Komplexität und Logik nicht wahr. Ich schaue nicht hin, lenke mich ab oder bin in meiner emotionalen Reaktion gefangen, fürchte die Konfrontation mit mir selbst und verschließe mich mir selbst gegenüber.
Dieses Verschließen und Boykottieren ist ein Ausdruck von Angst, während bereitwilliges und mutiges Öffnen, Hinsehen und Hinspüren und Annehmen ein Ausdruck von Liebe, Mitgefühl und Gleichmut sind. Es sind die Qualitäten, die wir in uns entwickeln können, wenn wir bereit sind nach innen zu gehen. Diese heilsamen Qualitäten, die hier exemplarisch genannt werden, bilden einen Leitfaden und eine Zielsetzung für unsere Entwicklung. Danach richten wir uns aus und rufen es uns immer wieder in Erinnerung.
Natürlich steht es jedem Menschen frei, diese Prioritäten nach seinem eigenen Ermessen durch weitere anzupassen oder auch im Verlauf der eigenen Entwicklung durch andere Prioritäten zu ersetzen oder nicht mehr stimmige auszusortieren. Wichtig ist, über diese Anpassungen wirklich klar nachzudenken und in die Stimmigkeit der Wahl hinein zu spüren.

Ein Übungsweg in fünf Schritten

Hier ist es notwendig, sich an die Reihenfolge der Schritte zu halten, da sie aufeinander aufbauen. Je mehr Fortschritte man durch Übung macht, desto dichter und schneller folgen die Schritte aufeinander, bis sie sich nahezu wie ein einziger Schritt anfühlen.

  1. Innehalten: Der erste Schritt ist der wichtigste. Lässt man ihn aus, wird der Erfolg der Übungsreihe mit ziemlicher Gewissheit ausbleiben.
    Kommt eine Emotion auf, sage ich zu mir innerlich „Stop!“. Es ist eine Abmachung, die man mit sich selbst trifft. Es ist ein verbindlicher Vertrag, den man mit sich selbst eingeht. Man „unterschreibt“ diesen Vertrag in Zeiten, in denen man nicht von Emotionen gebeutelt wird. Es muss eine klare Entscheidung sein, sich im akuten Fall daran zu halten.
    Ein Innehalten schafft Freiraum. Zwischen einem Auslöser und der Reaktion darauf ist Raum, der vor allem in aufgewühlten Situationen vollkommen übersehen wird. Vielleicht ist es das erste Mal in meinem Leben, dass ich diesen Raum überhaupt erlebe.
    Dieser innere, geistige Raum kann als Gewahrseinsraum bezeichnet werden. Durch das Gewahrwerden löst sich meine Identifikation mit der Emotion. Es entsteht Abstand. Erst jetzt habe ich die Möglichkeit, Qualität, Intensität und Form der Emotion wahrzunehmen. Auch kann ich spüren, wo in meinem Körper die Emotion auftaucht oder am stärksten wahrnehmbar ist. Es kommt Interesse auf, Entspannung und Gelöstheit werden spürbar.
    Jetzt habe ich Zeit gewonnen. Mein Reaktionsmuster wurde unterbrochen, weil ich die Emotion nicht ausagiert habe und die Kontrolle über mich zurückerhalten habe. Nun kann ich zum zweiten Schritt gehen.
  2. Heilsame Methoden und Affirmationen aufrufen: Im zweiten Schritt stelle ich mein augenblickliches emotionales Erleben den Erkenntnissen und Einsichten gegenüber, die den Druck Emotion ausagieren zu müssen abschwächen.
    Es ist ein kontemplatives Vorgehen. Meine eigene, momentane Erlebenssituation wird ins Verhältnis zu dem gesetzt, was ich über Auswirkung und Bedeutung von Emotionen durch Unterweisungen, Lehrsätze, Texte oder durch mein eigenes Reflektieren gelernt habe.
    Daher ist es notwendig, diese Affirmationen in der Erinnerung parat zu haben.
  3. Eine andere Perspektive auf die Emotion einnehmen
    Grundsätzlich ist die Emotion selbst nicht das Problem. Problematisch ist der Umgang damit. Wenn ich mit der Emotion identifiziert bin und ich mich ihr dadurch ausgeliefert fühle und gar nicht mehr anders kann, als die Emotion auszuagieren, sehe ich sie als machtvolle Kraft, deren Opfer ich werde.
    Eine andere Sicht auf die Emotion einzunehmen kann bedeuten, die Emotion zu etikettieren, ihr beispielsweise einen Namen zu geben und dadurch die Identifikation abzuschwächen.
    Ebenso kann ich sie als Helfer ansehen, die mich auch ein Problem aufmerksam machen will. Mein Fokus verlagert sich dadurch auf das dahinter stehende Problem und seinen Auslöser und die Fixierung auf die Emotion selbst schwächt sich ab.
  4. Das Wesen der Emotion erkennen
    Alle geistigen Bewegungen haben die selbe Natur. So auch Emotionen. Sie sind auftauchende und vergängliche Phänomene ohne greifbare Substanz. Durch Gewahrsein (Bewusstheit) kann ich die Emotion in ihrer Qualität und Intensität in meinem Körper lokalisieren und wahrnehmen und als auftauchende und vergängliche Erscheinung annehmen, ohne sie bekämpfen zu müssen.
  5. Emotionen als Weg zur eigenen Entwicklung nutzen
    Der 5. Schritt kann erst dann sinnvoll genutzt werden, wenn die vorangehenden Schritte geübt und verinnerlicht wurden.
    Dieser letzte Schritt ist einerseits ein Übungsschritt für Alltagssituationen, als auch ein Schritt, um mit willentlich herbeigeführten emotionalen Ereignissen zu üben.
    Bei diesem Schritt geht man geradezu auf die Suche nach herausfordernden Situationen, um den Umgang damit zu üben.

Was ist Meditation?

Die Frage danach, woran man Meditation erkennt, dürfte mittlerweile neben der unaufhörlichen Frage nach den Kennzeichen der Liebe eine sehr häufige Frage sein.
Hier ein Versuch, die ersten Anzeichen von Meditation aus meiner Sicht zu beschreiben…

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Stell Dir vor, Du bist in den Bergen unterwegs und hast Dir einen Platz zum Ausruhen gewählt.
Nun sitzt Du bequem und schaust auf den Weg, auf dem Du gerade herauf gekommen bist.
Der Reihe nach kommen andere Wanderer den Weg herauf. Mit jedem Einzelnen beginnst Du ein kurzes Gespräch, während sie vorbeigehen. Du bist richtig beschäftigt.

Das Beispiel oben könnte Dein gewohntes Alltagsbewusstsein beschreiben. Du bist beschäftigt mit Deinen Gedanken, Gefühlen und Emotionen, die Dich völlig vereinnahmen.

Irgendwann bemerkst Du die Anspannung, die durch die andauernde Konversation in Dir aufkommt. Du lehnst Dich zurück und schaust einfach mit einem freundlichen Lächeln an den Wanderern vorbei in die Ferne.
Du hörst, dass sie Dich ansprechen, aber Dein freundlicher und entspannter Blick gibt ihnen zu Verstehen, dass Du Dich auf keine Unterhaltung einlassen möchtest.

Die Wanderer symbolisieren Deine Gedanken, Gefühle und Emotionen. Achtsamkeit und damit die Eintrittskarte zur Meditation kommen in dem Moment auf, an dem Dir bewusst wird, wie sehr Dein Geist unablässig mit Gedanken beschäftigt ist.

Nun bemerkst Du, dass Ruhe in Dir aufsteigt. Die Wanderer gehen an Dir vorbei. Du entspannst Dich immer tiefer und jetzt fällt Dir plötzlich auch der wunderschöne Ausblick ins Tal auf. Gleichzeitig wird Dir bewusst, dass da Geräusche um Dich herum sind. Du nimmst das Zwitschern der Vögel und den Duft der Blumen wahr und Du spürst den Windhauch, der über Dein Gesicht streicht. Du badest in einem Gefühl von Befreiung und Entzückung.

Dein Geist hat aufgehört, sich von einem Reiz nach dem anderen vereinnahmen zu lassen. Alles geschieht gleichzeitig und wird gleichzeitig wahrgenommen, während Du nicht mehr damit identifiziert bist. Es geschieht einfach um Dich herum, ohne dass Du darauf reagierst.
In Deiner Mitte bist Du ein Gefühl aus Befreiung und Entzückung. Du hast die erste Stufe der Meditation erreicht.

Wahrhafte Begegnungen im Zeitenwechsel

Kürzlich hatte ich an einem Tantra-Seminar teilgenommen. Oft wird angenommen, dass es bei solchen Seminaren lediglich um Sex ginge und es sich bei solch einer Veranstaltung im schlimmsten Fall um Gruppensex bei Räucherstäbchen handelt.

Um diesem Missverständnis vorzubeugen, sei gesagt, dass es bei einem seriösen tantrischen Workshop oder Seminar zu mehr als 90% um bioenergetische Arbeit geht und der Rest – wenn überhaupt – sexuelle Handlungen sind.

Warum beschäftige ich mich mit Tantra?

Jeder von uns hat mehr oder weniger intensiv mit anderen Menschen zu tun. Da gibt es geschriebene und ungeschriebene Gesetze, die den Umgang regeln und es gibt solche, die ganz individuell sind. Unter den individuellen gibt es wiederum solche, die uns bewusst sind und solche, die unbewusst sind. In jedem Fall richten wir uns nach diesen Regelungen und sind mehr oder weniger damit einverstanden.

Auf der anderen Seite haben wir auch unsere Wünsche. Gerade im zwischenmenschlichen Bereich stoßen wir dabei oft an Grenzen, weil wir uns nicht trauen, diese Wünsche zu äußern. Je mehr diese Wünsche allgemein oder individuell tabuisiert sind, desto mehr keimt in uns die Angst vor Abweisung auf.

Besonders in unseren modernen Gesellschaften sind Wünsche und Bedürfnisse sexueller Natur mit Tabus belegt. Es klingt paradox, aber der größte Traffic im Internet fällt heutzutage auf Seiten mit pornographischem Inhalt, während wir uns im Alltag eher prüde begegnen.

Dieses Paradox beeinflusst natürlich unsere Lebenspartnerschaft, unsere Liebesbeziehungen, Freundschaften. Offenbar gibt es viele unerfüllte Wünsche und Begierden, mit denen wir unsere Nächsten aus Furcht vor Ablehnung nicht konfrontieren wollen und weichen lieber heimlich auf die virtuelle Welt der Begierden aus oder suchen uns nebenbei heimlich jemanden, der oder die unsere Wünsche und Begierden befriedigt.

Der Fokus der Betrachtung liegt dabei darauf, dass es heimlich getan wird. Am besten soll es niemand wissen, was wir wirklich begehren und wünschen. Dabei trennen wir uns von uns selbst, werden uneins, unerfüllt, häufen seelischen Ballast an.

Ein Grund für dieses Paradox dürfte sein, dass wir allgemeine wie auch individuelle Tabus derart verinnerlicht haben, dass wir diese kaum oder gar nicht mehr in Frage stellen. Wir halten sie selbst dann noch für einen selbstverständlichen Teil unseres menschlichen Daseins, wenn wir in wachen Momenten feststellen, dass wir falsch leben und im Grunde doch eher dem Motto folgen sollten, das sagt: „Wer nicht begehrt, lebt verkehrt.“

Als unbestreitbare Tatsache stelle ich in den Raum, dass sexuelle Energie reine Lebensenergie ist.
„Wir leben in einem sexuellen Universum…“, schreibt Saleem Matthias Riek in seinem Buch „Herzenslust“. Da ist Anziehung, Kreativität, Liebe, Ekstase. All das gibt uns die Natur in ihren vielfältigsten Formen vor und bezieht uns dabei mit ein. Wir sind davon nicht getrennt.

Unterdrücken wir unseren sexuellen Anteil, unterdrücken wir demnach unsere Lebensenergie.
In der Chakrenlehre steigt die Lebensenergie als sexuelle Energie vom untersten Chakra aus dem Becken nach oben und verfeinert sich auf ihrem Weg durch die 7 Chakren, verwandelt sich zu Willenskraft, Liebe, Mitgefühl, Intuition, bis hin zum sogenannten kosmischen Bewusstsein, das Menschen zur Erleuchtung führt. Die sexuelle Energie ist der Urstoff des Lebens, der sich vielfältig und erfüllend verwandeln kann, sofern man mit ihm intelligent umgeht.

In der Begegnung mit anderen Menschen erfahren wir uns selbst zusammen mit dem anderen Menschen. Wir berühren gegenseitig unsere Gefühlswelt, erzeugen Emotionen und aktivieren unterdrückte „Kellergefühle“, die aus früheren Verletzungen entstanden, und die tief in uns verborgen liegende Energiefresser sind.

Wie kann man mit seinen Gefühlen, Wünschen und Begierden umgehen, so dass keine unnötigen Verletzungen entstehen, sondern Erfüllung und Ganzheit des Seins entstehen können?

Das absolut Wichtigste dürfte sein, sich selbst besser kennen zu lernen, sich mehr und mehr selbst zu verstehen und anzunehmen.
Bildlich dargestellt gehe ich dabei wachen Auges auf mich selbst zu, sage mir meine eigene Wahrheit ins Gesicht und umarme mich selbst liebevoll – so, wie eine liebende Mutter ihr Kind umarmt.
Ich mache mich damit verletzlich, ich öffne mich meiner eigenen Wahrheit ohne Mauern und nehme mich so an, wie ich bin.

Wenn mir das – nach einiger Übung – gelingt, bemerke ich, dass ich in anderen Menschen im Grunde die gleichen Bedürfnisse und Wünsche erkenne, die ich selbst habe. Ich erkenne in ihnen vergleichbare Verletzungen und Ängste.

Mich für mich selbst zu öffnen, öffnet mich auch für andere Menschen. Offenheit für mich selbst lässt auch zu, dass ich mich mehr und mehr meinen verborgenen Gefühlen widmen kann, um sie irgendwann endgültig loslassen zu können, anstatt sie weiter als Ballast mit mir herumzutragen.
Ein großes Stück Freiheit und Lebenskraft wird spürbar, die auch für andere Menschen spürbar werden.

Achtsamkeit mir selbst gegenüber ist die erste Grundregel

Achtsamkeit ist das Motto. Grundsätzlich ist es von großer Wichtigkeit, ganz dicht bei seinen eigenen, inneren Prozessen zu bleiben.
Wenn ich weiß, wie ich selbst ticke, bin ich auch empathisch gegenüber der Welt eines anderen Menschen und werde mich dementsprechend respektvoll und mitfühlend nähern und verhalten.
Was auch immer hochkommt bei Begegnungen – Gefühle, Emotionen – es gehört zu mir und es ist nicht da, um mich zu ärgern, sondern um mir zu helfen und mich zu leiten und auf diese Weise Missverständnisse und Enttäuschungen bei Begegnungen mit anderen Menschen zu vermeiden.

Viele Menschen haben gemerkt, dass die Zeit angebrochen ist, um sich zu öffnen und wahr zu werden und Liebe, Mitgefühl und Respekt miteinander zu teilen.
Die fragmentierende innere Haltung, die man vielleicht einen geistigen Materialismus nennen könnte und zu Trennung von sich selbst und anderen Wesen auf dieser Erde führt, hat immer weniger Bestand.

Ob es der Weg des Tantra ist oder ein anderer, dürfte weniger wichtig sein. Es geht darum, mit sich selbst ins Reine zu kommen und innere Mauern einzureißen.
Bei diesem Prozess wird klar werden, dass sich Wahrheit, Liebe, Offenheit und Respekt auf alle Bereiche des gesamten Lebens ausweiten und diese konstruktiv transformieren.

Die Glaskörper-Meditation

Diese wirkungsvolle und schöne Methode ist mir während einer langen Meditationssitzung gewissermaßen „zugeflogen“. Sie entstand als Visualisierung der Selbstwahrnehmung und führte mich tief ins Hier und Jetzt.

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Die Glaskörper-Meditation ist eine Methode, die durch das Hilfsmittel der Visualisierung den Zugang zum Erlebnis von Meditation ermöglichen kann. Da sie mit Vorstellung und Visualisierung arbeitet, ist sie eine kontemplative Methode. Das macht sie nicht weniger wertvoll, denn Methoden sind und bleiben einfach Methoden und sind niemals die Meditation selbst. Methoden sind lediglich Hilfsmittel, wie auch die Betrachtung des Atems bei der klassischen Shamata-Methode ein Hilfsmittel für die Beruhigung des Geistes ist.

Die Praxis der Glaskörper-Methode setzt ein gewisses Maß an bildlichem Vorstellungsvermögen voraus, was aber den meisten Menschen von Natur aus gegeben ist.

Die Vorstellung des eigenen, zunächst kompakten Körpers, der im Verlauf der Übung in der Vorstellung immer leichter, durchlässiger und transparenter wird, ist der vordergründige Zweck der Methode.
Lässt man sich darauf ein, so entsteht ein sich zunehmend vergrößernder innerer Raum und ein Gefühl der Befreiung aus der Einengung des eigenen Körpers.

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Der in der Vorstellung ausgedehnte, innere Raum, wird nun meist als freier Raum ohne Widerstände und Anhaftungen in Bezug auf Gedanken, Gefühle, Emotionen und körperliche Empfindungen empfunden. Diese Geistesformationen bleiben im Fluss. Sie kommen und sie gehen ohne in einem körperlich eingegrenzten Raum gefangen zu sein.

Eine nicht-identifizierte Wahrnehmung, die mit einer entspannten inneren Haltung einher geht, leitet den Prozess des Loslassens ein!

Mit dem ablaufenden Prozess beruhigt sich der Geist und nimmt die Haltung des Beobachters gegenüber aufkommenden Gedanken, Gefühlen, Emotionen und Empfindungen ein.
Zusätzlich ist es hilfreich, das Gefühl der Entspannung in den inneren Raum „strahlen“ zu lassen. Dies erleichtert die Fähigkeit zum Loslassen ganz enorm.

Sofern man dem in der Übung ablaufenden Prozess folgen wollte und konnte, ist das Erlebnis von Meditation vorbereitet.
Wer dann noch Geduld aufbringt, neugierig ist und seine innere Haltung der Entspannung immer wieder auffrischt, wird meditative Momente fast garantiert erleben.

Praktische Anleitung zu dieser Methode gibt es in meinen Kursen oder auf Anfrage.
Eine Terminliste gibt es auf meiner Webseite unter http://pro-nutrimentum.de/termine/index.html

Osho Chakra Sounds Meditation

Die Chakra Sounds Meditation ist eine Methode, um seine Energiezentren (Chakren) zu aktivieren. Auf diese Weise kommt man in den Genuss, das lebendige Vibrieren der Energien zu spüren. Der eigene Körper wird zum Klangkörper.

Diese meditative Methode wird gewöhnlich in aufrechter Sitzhaltung oder im Liegen ausgeführt. Die Augen sollten dabei geschlossen sein.

Die erste Phase dauert 45 Minuten und wird von Musik begleitet, die nacheinander auf die einzelnen 7 Hauptchakren des Körpers abgestimmt ist.
Zur begleitenden Musik lässt Du durch Summen Töne entstehen, deren Vibration Du im betreffenden Chakra wahrnimmst.
Die Tonlage steigt beim Wechsel zum nächsthöheren Chakra immer weiter an.
Ist das 7. und damit das höchste Chakra erreicht, wandert man wieder bis zum 1. Chakra hinunter, wobei die Tonlage entsprechend abnimmt.

Die zweite Phase dauert 15 Minuten und wird in Stille ausgeführt. Dabei fühle Dich als stiller Beobachter und nimm bewertungsfrei wahr, was sich in Dir zeigen möchte.

Die 7 Hauptchakren
1. Wurzelchakra im unteren Beckenbereich, Sexualchakra
2. Sakralchakra, etwa 3 fingerbreit unter dem Nabel
3. Solarplexus-Chakra, zwischen Nabel und Brustbein
4. Herzchakra, in der Brustmitte
5. Kehlchakra, in der Mitte des Halses
6. Stirnchakra, „drittes Auge“, zwischen den Augenbrauen
7. Kronenchakra, Kopfspitze, Scheitel

Von der Methode zur Meditation

Innere Hindernisse auf dem Weg zur Meditation

Mit Meditation ist das so eine vertrackte Sache. Da wird von einem etwas verlangt, das genau dem Gegenteil dessen entspricht, was der moderne Alltag vorlebt und was medial gefördert wird: Ablenkung, Unterhaltung, Zerstreuung, Träumerei. Alles das fehlt in der Meditation!
Na ja, eigentlich kein Wunder, dass vielen Menschen da langweilig wird und ihr Geist nach Ablenkung und Beschäftigung schreit.

Warum sollte man sich das also antun?
Wenn man jemandem diese Frage stellt, der schon seit Jahren meditiert und weiß, wovon er spricht, wird er uns anlächeln und einfach nur „Geduld!“ antworten.
Es ist wie das Erklimmen eines Berges, Der Aufstieg ist beschwerlich. Spätestens wenn man den Gipfel erreicht hat, wird alles leicht.

Der innere Gipfel während der Meditationssitzung ist der Moment, in dem sich Meditation erstmals ereignet. Vorher ist alles nur vorbereitende Methode. Natürlich kann man sich jahrelang mit Methoden aufhalten, ohne jemals Meditation erlebt zu haben. Dann hatte man keine klare Anleitung oder diese nicht beherzigt oder man ist den inneren Hindernissen, die jeder Mensch mitbringt, auf den Leim gegangen. Weiter unten im Text komme ich noch darauf.
Wenn es einfach nicht klappen will, ergibt sich daraus, dass es empfehlenswert ist, einen Lehrer zu haben, der anleitet, aufkommende Fragen klären kann und einem im Umgang mit den inneren Hindernissen auf die Sprünge hilft.

Wenn man dann Meditation erlebt, merkt man’s in der Regel ganz genau!
Für diesen Moment gibt es ein Pali-Wort. „Piti“. Es bedeutet in etwa „Entzücken“ oder „Interesse“.
Entzücken und Langeweile schließen sich gegenseitig aus und Interesse ist das, was in diesem Moment für die Meditation geweckt wird.
Hat man Geduld und klare Anleitung, wird dieser Punkt fast garantiert erreicht werden. Dann kann die Reise nach innen tatsächlich losgehen!

Innere Hindernisse

Die oben beschriebene Langeweile für Meditations-Neulinge ist nicht der einzige Prüfstein auf dem Weg.
Buddha hatte 5 Hindernisse beschrieben, mit denen jeder (!) Mensch auf dem spirituellen Weg konfrontiert wird. Buddha hatte das vor 2500 Jahren festgestellt. Da es heute nicht anders ist, haben wir uns in unseren Grundeigenschaften nicht verändert. Das macht aber nichts. Entscheidend ist nämlich nicht, ob es diese Hindernisse gibt, sondern entscheidend sind Umgang damit und Reaktion darauf!

Buddha nannte als Hindernisse…
1. Ablehnung (nicht haben wollen, unzufrieden sein)
2. Begierde (haben wollen, festhalten)
3. Trägheit (Faulheit)
4. Unruhe und Rastlosigkeit (abgelenkt sein)
5. Zweifel (sich nicht entscheiden können, skeptisch sein)

Selbstverständlich begegnen uns diese Hindernisse auch im Alltag, wenn wir uns nicht zur Meditation gesetzt haben. Im Alltag halten wir sie oft für etwas ganz Normales. In der Meditation begegnen sie uns garantiert und sie vermiesen uns die Übung, aber es fällt uns dann vielleicht zum ersten Mal auf, dass dies etwas ist, was man ändern sollte.
Glücklicherweise gibt es Anleitung für den Umgang mit diesen Störenfrieden. Wenn ein Lehrer greifbar ist und Anleitung geben kann, steht der eigenen Entwicklung des Geistes nichts mehr im Wege.
Was dann lediglich noch fehlt, ist Durchhaltevermögen und Konsequenz, regelmäßig zu üben!
Besonders gut ist es, regelmäßig in einer Gruppe gemeinsam zu meditieren. Das erhöht die Achtsamkeit und Konzentrationsfähigkeit und erfüllt auch ein gewisses Maß an Verpflichtung.

Grundlagen für Meditation und Achtsamkeit

Wie die Erstbesteigung des Mount Everest durch Edmund Hillary und Tenzing Norgay, war Gautama Siddharta’s Erleuchtung auf eine andere Art ein Gipfelerlebnis. In beiden Fällen stehen die Erfahrungen als Anleitung der Nachwelt zur Verfügung, so unterschiedlich die beiden Unternehmungen auch waren.

Man muss das Rad nicht neu erfinden

Viele sind den Siegern gefolgt und konnten dem Ziel näher kommen ohne schon auf den ersten Schritten am Prinzip von Versuch und Irrtum zu scheitern.
Buddha’s Empfehlungen für die Reise nach Innen, sind ein Wegweiser für eine Reise ohne Extreme. Es ist der Mittlere Weg, der klar strukturiert und von logischen Regeln unterstützt ist, die an die Achtsamkeit gegenüber unseren inneren Prozessen gebunden sind.
Klar, vor 2500 Jahren lebten Menschen unter anderen Bedingungen, die weniger komplex und von weniger äußeren Einflüssen geprägt waren. Buddha’s Lehre, das Dharma, wendet sich an das grundsätzlich Menschliche. Allzu oft wird es von unserer starken materialistisch und nach außen orientierten Denkweise überblendet. Dennoch ist dieses grundsätzlich Menschliche nicht verschwunden. Wer wirklich will und sich für die Reise nach Innen klar entscheidet, kann auf dieser Reise durch Achtsamkeit, Vertrauen, konsequente Übung und Geduld große Fortschritte machen.

Osho: „Meditation for contemporay people“

Osho – früher Bhagwan Shree Rajneesh – war ein Lehrer unserer Zeit, der sich, wie einst Gautama Siddharta, auf die Reise nach Innen machte. Natürlich hatte auch er das grundsätzlich Menschliche im Blick, aber er erkannte die besonderen Herausforderungen, mit denen die Menschen seiner Zeit in besonderem Maße konfrontiert sind.
Die Vielschichtigkeit der Ablenkungen und Verwirrungen ist groß.
Osho’s Ansatz galt vor allem dem Abtragen der dicken Staubschichten aus Dogmen, unreflektierten Tabus und Gewohnheiten, die sich im Umgang mit dieser komplexen Welt angesammelt haben. Entsprechend eindringlich mussten seine Methoden ausfallen und entsprechend radikal musste er uns vor den Kopf stoßen, damit wir aufhören, uns weiter an den vielfältigen Verblendungen unserer Zeit festzuhalten.

Methoden sind Methoden

Die Lebensbedingungen entscheiden über die Methoden. Aber sie bleiben Methoden und sie sind niemals die Läuterung selbst, um die wir uns auf dem spirituellen Pfad bemühen. Sie sind Krücken, die uns das Fortkommen ermöglichen, bis wir irgendwann ohne sie gehen können. Auch die Anwendung der Regeln, die uns Lehrer geben, wird durch Methoden wesentlich erleichtert.

Auch heute – und vielleicht gerade heute – ist es notwendig und wichtig, sich um die reinigende, innere Läuterung zu bemühen. Sowohl das eigene, individuelle Glück ist Grund genug, als auch ein konstruktives und lebensbejahendes Miteinander aller Wesen auf unserem Planeten mahnt dies an.
Die Methoden, die wir uns dafür aussuchen, können ebenso individuell sein wie wir selbst. Methoden sind eben nur Methoden. Ausschlaggebend ist das Verständnis des grundsätzlich Menschlichen, dem wir durch Anleitung, Regeln und Verständnis und mithilfe der für uns geeigneten Methoden näher kommen können.

Im Grunde ist alles ganz einfach

Manchmal sind die einfachsten Dinge so schwer zu erreichen, weil es auf dem Weg dorthin auch Hindernisse gibt. Das schreckt ab. Das ist menschlich. Aber Hindernisse blockieren uns nur so lange, wie wir nicht akzeptieren können, dass sie unabdingbarer Teil des Lebens sind. Sie sind Naturgesetz, wie auch die angenehmen Dinge.
Wenn wir unseren Geist daran gewöhnen können, unweigerlich auftauchende Hindernisse überhaupt erst einmal als diese zu erkennen und dann ihre Natürlichkeit und Selbstverständlichkeit zu akzeptieren, wird es leichter sie zu überwinden. Wie wir das machen, dabei helfen uns Achtsamkeit uns selbst gegenüber, Anleitung, Vertrauen in die Wirksamkeit der Regeln, Geduld, konsequentes Üben und letztlich die Freude am Tun.

Was Freude macht, bringt auch die Liebe ins Spiel.

Ohne Freude ist alles nur kräftezehrende Arbeit. Mit der richtigen Wahl der Methoden, laden wir auch die Freude ein. Die Regeln im Umgang mit unseren inneren Prozessen bleiben dabei immer die selben.

Wo anfangen? Und wie geht es weiter?

Alles beginnt im Geist. Nichts geschieht, ohne dass es der Geist angeordnet hat. Wenn wir lernen, mit unserem Geist zu arbeiten, ändern sich in entsprechender Weise auch unsere Perspektive, unser Denken und Handeln.
Ansatzpunkt ist zunächst einmal die Beruhigung des unsteten Geistes, der sich gern in Gedanken und geistigen Fragmenten verliert, Szenarien aus Ängsten, Hoffnungen und Illusionen produziert und uns davon abhält, in die Stille der Tiefe zu gehen, in der Klarheit und schon immer vorhandene Weisheit warten, die uns aus vielen selbst geschaffenen Verstrickungen befreien.
Um dies zu erreichen, müssen wir Achtsamkeit üben und konsequent sein, um den nächsten Schritt in die Meditation möglich zu machen. Die Versenkung in Meditation ist das Tor zur Stille, in der wir Klarheit finden können.

Unsere ersten Schritte zu mehr Achtsamkeit beginnen auf dem Meditationskissen, indem wir konsequent und geduldig die gewählte Methode üben und dabei der inneren Prozesse gewahr werden ohne sie zu zensieren oder zu beurteilen.

Wenn wir gut geübt haben, werden wir feststellen, dass sich Achtsamkeit auch im Alltag – abseits des Meditationskissens – bemerkbar macht. Solche Momente des Gewahrwerdens sind unter Umständen von Staunen begleitet, weil bewusst wird, wie automatisch Reaktionen in uns ablaufen und nach außen getragen werden.

Meditation im Alltag

Viele Menschen glauben, dass Meditation auf die Zeiten beschränkt ist, die sie auf dem Meditationskissen verbringen. Wenn sie dann aufstehen und den Raum verlassen, ist die Meditation vorbei und der Alltag kehrt zurück.

Bereits die ersten, kleinen Schritte in Achtsamkeit, die noch weit entfernt von Meditation sind, entsprechen großen Schritten in das Abenteuer der eigenen, bislang verborgenen Erfahrungswelt.

Meditation ist einfach. Aber es ist nicht leicht sie zu erleben. Zu sehr ist der Geist daran gewöhnt, sich in oberflächlichen Sphären zu bewegen. Er denkt von morgens bis abends und er träumt von abends bis morgens, ohne jemals die verborgenen Tiefen zu berühren, in denen wertvolle Einsichten erlebbar werden können.

Die Zeiten auf dem Meditationskissen sind Übungszeiten. Es ist Vorbereitung und Einstimmung auf die Zeiten, die wir im Alltag erleben. Ebenso sind diese Übungszeiten auch Ruhe- und Reinigungszeiten für unseren stets bewegten und von Reizen überfluteten Geist, in dem wir nämlich innere Freiräume und Klarheit schaffen.

Natürlich bewirken Meditationsmethoden eine körperliche und geistige Entspannung. Das ist ein Nebeneffekt, der viele Menschen überhaupt erst zur Meditation bringt.
Das genau ist die Antwort auf meine oft gestellte Frage, warum Menschen Meditation erlernen wollen: Entspannung, Entschleunigung.
Ist das alles, was wir erwarten können? Natürlich nicht!

Wenn uns wirklich klar ist, dass Meditation einen Transformationsprozess in Gang setzt, der unser ganzes Sein erfasst und unseren Alltag verändern wird, einschließlich des Umgangs mit uns selbst und anderen Menschen, und wenn wir irgendwann erstaunt feststellen, dass wir uns weniger verzetteln, sorgen, ängstigen oder aufregen, sondern über unsere alltäglichen Gewohnheiten zu schmunzeln beginnen, dann beginnen wir Meditation endlich ernst zu nehmen. Ihre Früchte tauchen dann dort auf, wo sie am wertvollsten sind: im Alltag!
Wenn das so geschieht, dann sollten wir unbedingt dabei bleiben und diese Achtsamkeit, die wir auf dem Meditationskissen dem Atem gewidmet haben, auf möglichst viele alltägliche Tätigkeiten und Ereignisse lenken! Unser Geist wird sich erinnern, was er während der Übungszeiten gelernt hatte und er wird sich gerne beteiligen, wenn wir ihn ermutigen und geduldig und beharrlich sind.

Die Fähigkeit, Meditation im Alltag zu verankern, ist wie die Erziehung eines Kindes. Man braucht Geduld, Liebe, Beharrlichkeit und Vertrauen.

Vipassana: Stück-für-Stück zur Einsicht in sich selbst

Vipassana ist zwar keine Methode, aber es Bedarf einer Methode, um Vipassana (Einsicht) zu erhalten!

Natürlich haben wir, neben dem Atem, weitere Möglichkeiten unseren Geist durch Konzentrationsübungen an einem Punkt oder in einem begrenzten Bereich zu halten.

Bei der Gehmeditation fokussiert man seine Wahrnehmung auf die Empfindungen beim Gehen. Dies ist eine Methode, die vor allem durch den vietnamesischen Meister Thich Nhat Hanh bekannt wurde.

Eine weitere, nicht so bekannte Methode, ist die von der buddhistischen Nonne Ayya Khema empfohlene „Stück-für-Stück-Methode“, auf die sich dieser Beitrag bezieht. Das Besondere an dieser Methode ist, dass wir während der etwa 1-stündigen Übung mit unserem Geist – also mit der fokussierten Wahrnehmung – Stück für Stück durch die einzelnen Bereiche unseres Körpers wandern, dort jeweils aufkommende Empfindungen, Gefühle oder Emotionen in ihrer Qualität wahrnehmen, dann wieder loslassen und zur nächsten Stelle weitergehen. Von der Nasenspitze bis zu den Zehenspitzen wird jeder Teil des gesamten Körpers behandelt.

Ausschlaggebend ist, die jeweiligen Empfindungen, Gefühle und Emotionen nicht zu bewerten oder zu beurteilen, sondern sie lediglich in ihrer Qualität des Erlebens wahrzunehmen und als solche klar zu erkennen und sich von der Wahrnehmung des Bereichs wieder zu lösen, bevor man zum nächsten Bereich weiter geht.
Mit der Qualität des Erlebens ist gemeint, wie ich die Empfindung wahrnehme und welche Veränderungen dabei geschehen. Es geht weniger darum, was faktisch bei der Wahrnehmung empfunden wird.
Die faktische Wahrnehmung, mit der Frage, was nehme ich wahr und wo tritt es auf, ist eine meditative Wahrnehmung, die bei der Shamata-Meditation geübt wird und den Geist für die Einsicht in die qualitative Wahrnehmung vorbereitet.

Die „Stück-für-Stück-Methode“ hat vielfältige Wirkungen. Einerseits ist sie eine hervorragende Übung, um seine Konzentrationsfähigkeit zu stärken. Der Geist wird durch konsequentes Üben insgesamt ruhiger und weniger ablenkbar. Andererseits ist sie eine Methode der Läuterung (Reinigung, Befreiung) im Sinne des Dhamma. Gefühle und Emotionen, die wir je hatten, manifestieren sich im Körper – vor allem dann, wenn sie sehr oft erlebt werden. Im Körper können sie Blockaden erzeugen und sich als emotionale oder körperliche Störungen und Belastungen zeigen. Übende erleben, dass sich häufiges Üben dieser Methode sehr erleichternd in Bezug auf Blockaden auswirkt.

Eine weitere vorteilhafte Wirkung ist das Üben des Loslassens, das beim Wechseln von einer Stelle im Körper zur nächsten einen wichtigen Aspekt der Übung darstellt.
Dieses Loslassen, das sich während der Ausführung der Methode auf den Körper beschränkt, weitet sich bei konsequenter Praxis automatisch auf alle anderen Bereiche des Lebens aus. Die Anhänglichkeiten an die Dinge und sogar an andere Menschen verringern sich.

Aufkommende Hindernisse, die sich während der Übung in Formen von Ablehnung (Langeweile, körperliche Missempfindungen) oder Anhaftung (Hängenbleiben an angenehmen Empfindungen) zeigen können, werden wahrgenommen. Dieser Erfahrung folgt die Einsicht der Vergänglichkeit aller dieser Phänomene.

Im Rahmen meiner Meditationskurse biete ich diese Methode von Zeit zu Zeit in Gruppenkursen an.
Informationen zu Terminen könnt ihr auf meiner
Webseite finden.

Mudras für die Meditation

Mudras zur Unterstützung der Meditation

Zur Unterstützung der Meditation verwende ich Mudras. Diese sind spezielle Hand- und Fingerhaltungen mit symbolischer Bedeutung. In manchen Abhandlungen wir ihnen auch eine bioenergetische Wirkung nachgesagt. In der tibetisch-buddhistischen Tradition verwendet man in der stillen Meditation 5 Mudras, die aufeinander aufbauen. Dabei bleibt die Haltung des Körpers während der gesamten Meditation unverändert. Gewechselt wird lediglich die Haltung der Hände.

  1. Mudra der Gleichmut (Tang Nyon)
  2. Mudra der liebenden Güte (Metta)
  3. Mudra des Mitgfühls (Karuna)
  4. Mudra der Erleuchtung (Bodhicitta)
  5. Mudra der Handlung

Ablauf der Meditation und Einbeziehung der Mudras

  • ich nehme die korrekte Sitzhaltung ein  (7 Punkte der richtigen Sitzposition nach Buddha Vairocana)
    • stabiler Sitz mit gekreuzten Beinen
    • pfeilgerade Wirbelsäule vom Becken bis zum Kopf
    • Kinn leicht eingezogen
    • Schultern leicht zurückgenommen
    • Blick nach schräg unten gerichtet

(1) Die Hände bilden die Mudra der Gleichmut.
In dieser ersten Phase bereite ich meinen Geist durch meine innere Einstellung und meinen Körper durch die korrekte Haltung auf die Meditation vor.

  • Die innere Einstellung:Mit der Mudra der Gleichmut ermögliche ich meinem Geist, eine entspannt beobachtende Haltung einzunehmen. Ich besinne mich darauf, auftauchende Gedanken oder Gefühle nicht zu werten und mich in eine innere liebevoll annehmende und nicht festhaltende und nicht ablehnende Wahrnehmung zu versenken (was da ist, darf jetzt da sein, aber ich lasse mich davon nicht vereinnahmen).
  • Der Körper Die Hände liegen im Schoß, ca. 4 Finger breit unterhalb des Nabels, im Bereich des Wurzelchakras. Die Hände bilden dabei als Mudra die Form eines Korbes mit Henkel, wobei die rechte Hand in der linken liegt. Die Daumenspitzen berühren sich leicht. Der Rücken wird durch eine starke und aufrechte Wirbelsäule vom Becken bis zum Scheitel senkrecht und gerade gehalten (stark und unerschütterlich wie ein Diamant). Das Herz ist durch die Haltung der Brust offen. Mit dem Gesäß spüre ich den Kontakt zur Erde. Mit der Oberseite des Kopfes stütze ich den Himmel. Das Kinn ist leicht eingezogen. Die betont aufrechte Haltung von Rücken und Kopf verleiht meinem Körper in senkrechter Linie eine angenehme Grundspannung. Diese Haltung verkörpert Würde, Offenheit und Aufrichtigkeit. Die Augen sind halb geschlossen und der Blick ist etwa einen Meter vor mir zum Boden gerichtet.

(2) Die Hände bilden die Mudra der liebenden Güte In dieser zweiten Phase besinne ich mich darauf, welche Wünsche und Gefühle ich für mich und meine Umwelt verwirklichen möchte.

  • Die innere Einstellung Ich besinne mich auf bedingungslose Liebe für mich selbst und alle Wesen (alle Wesen mögen glücklich sein).
  • Der Körper Während der unveränderten Sitzhaltung wechselt die Haltung der Hände zur Mudra der liebenden Güte (Metta). Die Handflächen liegen entspannt auf den Knien. Die Wärme der Hände überträgt sich auf die Knie. Diese Wärme symbolisiert meine Herzenswärme, die ich für mich und alle Wesen freigebe. Der Blick ist nicht mehr zum Boden gerichtet, sondern geradeaus in die Ferne. Die Augen sind geöffnet. Mit diesem Blick erreiche ich alle Wesen in nah und fern.

(3) Die Hände bilden die Mudra des Mitgefühls  In der dritten Phase der Meditation werde ich mir bewusst, dass es in der Welt und in mir selbst Schmerzen gibt, die als Leiden empfunden werden. Ich wünsche mir, alle Wesen und mich selbst von diesen Leiden zu befreien.

  • Die innere Einstellung In meiner Vorstellung atme ich die Leiden der Welt ein. Ich verwandle sie in mir zu Licht. Dieses Licht atme ich aus und lasse es in der Welt erstrahlen.
  • Der Körper Nun bilden die Hände die Mudra des Mitgefühls. Die linke Hand bildet in Höhe des Bauchnabels die Form eines Bootes. Die rechte ist direkt darüber und bildet die Form eines Daches. Die Insassen des Bootes sind diejenigen, denen mein Mitgefühl gilt.

(4) Die Hände bilden die Mudra der ErleuchtungIn der vierten Phase besinne ich mich darauf, dass ich ab jetzt anderen Wesen helfen werde, anstatt darauf zu warten,dass mir geholfen wird.

  • Die innere Einstellung Ab jetzt bin ich derjenige, der anderen Wesen helfen wird ihre Leiden zu überwinden. Ich werde mich ab jetzt dafür einsetzen, dass andere Wesen glücklich sein können. Dieser tiefe Wunsch möge dazu führen, dass ich letztendlich meine Buddhanatur verwirkliche.
  • Der Körper Die Hände liegen in Höhe des Herzens in Gebetshaltung aneinander. Die Daumen sind innen zwischen den Handflächen.

(5) Die Hände bilden die Mudra der Handlung In der fünften und abschließenden Phase setze ich den inneren Prozess in Gang, den ich während der vorigen Phasen vorbereitet hatte.

  • Die innere Einstellung Ich praktiziere Meditation, um schließlich erleuchtet zu werden. Dazu löse ich meine inneren Konflikte, entspanne mich und meinen Geist und reinige ihn von wertenden und verurteilenden Gedanken. Ich nähre die Liebe für mich selbst und alle Wesen und bemühe mich um die Auflösung der Leiden. Ich bin fest dazu entschlossen erleuchtet zu werden, um mich und alle Wesen dieser Welt zu heilen und glücklich zu machen.
  • Der Körper Die Hände bilden wieder die Mudra der Gleichmut, wie in der ersten Phase. Dieses Mal symbolisiert sie die Mudra der Handlung. Mein ganzer Körper ist in unveränderter ruhiger Haltung, aufrecht und wachsam gegenüber allem was auftaucht. Immer wieder besinne ich mich auf die korrekte Sitzhaltung.

Die zwei Pfeile des Buddha

Vom historischen Buddha existiert eine Anekdote, in der er seinen Zuhörern den Unterschied zwischen Schmerz und Leiden verbildlichen wollte.

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Schmerz, ob körperlich oder seelisch, sagte Buddha, ist ein Pfeil, der dich trifft. Es ist der erste Pfeil, mit dem du den Schmerz einfach wahrnimmst.

Nun kann es sein, dass dich ein zweiter Pfeil trifft, der einen zusätzlichen Schmerz verursacht. Dieser zweite Pfeil ist deine Bewertung, deine Ablehnung und dein Kampf gegen den Schmerz des ersten Pfeils. Der zweite Pfeil lässt dich anspannen und verkrampfen und verdoppelt und verlängert deine Schmerzempfindung.

Wenn es dir gelingt, dich in den Schmerz des ersten Pfeils zu entspannen und ihn ohne Bewertung und ohne Ablehnung anzunehmen, weil er ja ganz einfach da ist, dann kannst du verhindern, dass dich der zweite Pfeil trifft.

Das Gleiche geschieht mit Gedanken, Gefühlen und Emotionen

Je mehr du dich gegen die unangenehmen Phänomene deiner Lebendigkeit wehrst, desto stärker und aufdringlicher werden sie.

In der Meditation entspannst du Körper und Geist gleichermaßen und akzeptierst die Dinge, die in deinem Körper und deinem Geist aufsteigen. Es sind bewegliche, lebendige Energien. Sie kommen und gehen wie Wolken am Himmel. Du akzeptierst, dass sie kommen und du akzeptierst, dass sie vergehen.

Kundalini-Meditation

Was ist Kundalini?

Der Begriff Kundalini stammt aus der Mystik Indiens und bedeutet in etwa Schlangenkraft.
Traditionell stellt man sich die Kundalini als zusammengerollte Schlange vor, die im Bereich des Steißbeins „schläft“. Die Kundalini entspricht grundsätzlich unserer reinen, kreativen Lebensenergie. Man kann sie als energetisches Phänomen bezeichnen, das eng mit unseren körperlichen Energiezentren (Chakren) verknüpft ist.

Die 7 Chakren

  1. Wurzelchakra (Überleben, Instinkt)
  2. Sakralchakra (Sexualität. Gefühle)
  3. Solarplexuschakra (Macht, Wille)
  4. Herzchakra (Liebe, Mitgefühl, Beziehung)
  5. Halschakra (Ausdruck, Kommunikation)
  6. Stirnchakra (Wahrnehmung)
  7. Kronenchakra (Weisheit)

Normalerweise ist die Kundalini in den unteren beiden Chakren aktiv, nämlich dort, wo sich das Wurzel- und das Sakralchakra befindet. Im aktivierten Wurzelchakra besitzt unsere Lebensenergie eine Eigenschaft, die unser physisches Überleben sichert. Im Sakralchakra, das auch als Sexualchakra bezeichnet wird, hat unsere Lebensenergie eine Eigenschaft, die eng mit unserer Sexualität und Fortpflanzung verbunden ist.
Die fünf oberen Chakren (Solarplexus-, Herz-, Hals-, Stirn- und Kronenchakra) sind normalerweise nicht oder kaum aktiviert.

Warum die Kundalini wecken?

Alle Heilslehren und Religionen streben danach, diese schlafende Energie zu wecken und sie aus dem Bereich des sexuellen Zentrums nach oben aufsteigen zu lassen, um die oberen höher schwingenden Chakren zu aktivieren, wodurch unsere ungelebten, wahren und wertvollen menschlichen Potentiale geweckt werden: Liebe, Mitgefühl, Verbundenheit, innere Weisheit.
Im Grunde das Ziel jeglicher innerer Entwicklung.
Sind vor allem unsere beiden untersten Chakren aktiv, sind wir sehr stark mit der Sicherung unserer Existenz beschäftigt und Sexualität nimmt viel Raum in uns ein.
Steigt unsere Kundalini weiter, verstärkt sich unsere Willenskraft, im weiteren Verlauf bekommen wir Zugang zu unserer Liebesfähigkeit, zu Mitgefühl und Vertrauen. Durch die Aktivierung der obersten Chakren wird zusätzlich unsere Wahrnehmung feiner und differenzierter, wir können intuitiv denken und erhalten ungeahnte Einsichten in komplexe Zusammenhänge.

Wege und Techniken

Um das Aufsteigen der Kundalini zu bewirken, haben Menschen im Laufe der Geschichte verschiedene Rituale und Techniken erfunden: Meditationstechniken, Trance Tanz, Yogapraktiken.

Sehr wirkunsvoll ist die Kombination aus Meditation und Bewegung.
In unserer Zeit hatte der spirituelle Meister Osho Meditation und Bewegung in verschiedenen Techniken kombiniert. Eine davon ist die Kundalini-Meditation. Sie besteht aus vier aufeinander folgenden Phasen von jeweils 15 Minuten, wobei die ersten beiden Phasen aktiv und bewegt sind und die beiden letzten Phasen in Stille erfolgen.
Durch diesen Aufbau schlägt die Kundalini-Meditation im Verlauf der Phasen eine Brücke von achtsamer körperlicher Aktivität hin zu achtsamer Stille.

Die Welt ist ein Spiegel

Immer und immer wieder sollte man sich klar machen, dass die äußere Welt ein Spiegelbild der inneren Welt jedes Einzelnen ist. Die inneren Werte, Überzeugungen und Handlungen jedes Einzelnen erzeugen die sichtbare Welt im Außen.

Quelle: Dan Botan (Unsplash.com)

Kann die äußere Welt verändert werden, ohne dass eine „kritische Masse“ aus Individuen ihre inneren Werte, Überzeugungen und Handlungen verändert? Nein.
Die äußere Welt verändert sich mit der Veränderung der inneren Welt, ebenso, wie ein Spiegelbild sich ändert, wenn sich der Betrachter ändert.

„When you find pease, your peace will touch the world a lot more, than any propaganda will do…“
(Mooji)

Ebenso, wie die großartigen Fortschritte in Technologie einem brillanten Verstand entspringen, ebenso zeugt unser Umgang mit uns selbst und unserer Mitwelt, dass wir uns emotional nicht weiterentwickelt haben. Immer noch lebt das wilde und verängstigte und kampfbereite Tier in unserem Kopf. Wir sehen die Konflikte in der Welt um uns herum und überlegen, wie wir dagagen ankämpfen können. Aber wir wenden uns nicht unseren eigenen, inneren Konflikten zu, aus denen die äußeren Konflikte entstehen. Auf diese Weise kämpfen wir im Kampf gegen die äußeren Konflikte eigentlich gegen uns selbst.
Es nützt nicht, den Spiegel zu verurteilen, weil uns das Bild nicht gefällt.

„The only hope for humankind is the transformation of the individual.“
(Jiddu Krishnamurti)

 

Wintersonnenwende

Der 21. Dezember ist der kürzeste Tag des Jahres, dem die längste Nacht des Jahres folgt. Dies ist dann auch die Geburt des Lichtes, da nach diesem Datum die Tage allmählich wieder länger werden.

Ähnlich wie mit dem Wechsel der Jahreszeiten, können wir in dieser Nacht im Dezember sehr unmittelbar an diesem kosmischen Ereignis hier auf der Erde teilhaben.
Die Wintersonnenwende fällt in den Zeitabschnitt der Raunächte vom 21.12. bis zum 06.01. des folgenden Jahres.

Es ist eine Zeit der Rückschau und Neuausrichtung. Das scheidende Jahr kann abgeschlossen werden und Pläne und Ziele für die kommende Zeit können visualisiert werden.

So finden in der Nacht des 21. Dezember auf den 22. Dezember Rituale statt, die wir am sinnvollsten in der Gemeinschaft feiern. Es ist eine überaus intensive und kraftvolle Zeit, die wir nicht ungenutzt verstreichen lassen sollten.

Unsere eigene, innere Welt der Gedanken, Gefühle, Träume und Wünsche wird in dieser Zeit sehr deutlich, so dass wir eingeladen und aufgefordert sind, uns damit zu beschäftigen. Wir tun das in Meditation, mit Tanz und Gesang und sind während dieser rituellen Feier ganz besonders achtsam mit uns selbst und unseren Gefährten.

Die Zeit anhalten!

Das Gespür für die Verbindung zu uns selbst und zu den Kräften der Natur, des Himmels und der Erde, geht in der Betriebsamkeit des Alltags allzu schnell verloren.
Aber gerade in diesem letzten Abschnitt des Jahres sind Emotionen und körperliche Empfindungen besonders präsent und verlangen nach Aufmerksamkeit. Das ist ganz natürlich und entspricht der energetischen Qualität dieser Zeit. Deshalb achten wir sehr genau auf die Dinge, die sich in uns zeigen und nehmen Abstand von den Reizen, die unsere laute und technisierte Welt verursacht, um ganz bei uns selbst zu sein.