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Shamata- oder Shiné-Meditation

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Die Shamata-Meditation oder auch Shiné genannt, ist die klassische buddhistische Sitzmeditation. Shiné ist ein tibetischer Begriff und setzt sich aus den Silben Shi (ruhig) und (Verweilen) zusammen.

Workshops und Seminare für Shamata-Meditation findest du auf meiner Webseite unter dem Link Kurse und Seminare!

Sinn von Meditation ist die innere Sammlung und damit die Beruhigung und Zentrierung des ansonsten zerstreuten Geistes, der im Alltag unaufhörlich nach Beschäftigung und Ablenkung sucht. Dabei springt er von einem Gedanken zum nächsten und erfüllt uns mitunter mit einer Wolke aus Gefühlen, Gedanken und Emotionen, mit denen wir uns identifizieren.

Meditation ist die Schulung des Geistes, die ihn daran gewöhnt, weg von Zerstreuung und hin zu Fokussierung, Ruhe und innerer und äußerer Entspannung und Klarheit zu kommen.

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Die Zerstreuung, die durch die Identifikation mit wechselnden Gedanken, Gefühlen und Emotionen entsteht, gleicht einem inneren Wirbelsturm, in dessen Bewegung wir uns im Alltag oft gefangen fühlen.
Dauerstress durch innere Anspannung und Ruhelosigkeit, ist ein für unsere Zeit typisches Symptom, das langfristig zu psychischen und körperlichen Erkrankungen führt.
Begebe ich mich durch Meditation ins Auge des Orkans, in dem Stille herrscht, werde ich zum unidentifizierten Beobachter. Ich genieße Klarheit und innere Ruhe, die mich flexibler auf innere und äußere Reize reagieren lässt.

Merkmal der Shamata-Meditation
Die Shamata- oder Shiné-Meditation wird in der typischen Meditations-Sitzhaltung ausgeführt.
Die Bewegungslosigkeit des Körpers und die Wahrnehmung des Atems als Objekt, auf das man sich konzentriert, spielen dabei als äußerliche Faktoren eine wichtige Rolle.

Wird der Körper ruhig gehalten, beruhigt sich mit ihm auch der Fluss der Gedanken, weil der Geist weniger dazu angeregt wird, sich gedanklich mit der Bewegung des Körpers zu beschäftigen.

Der Atem fließt von alleine, da er dem vegetativen Nervensystem unterliegt. Dadurch kann er entspannt als Anker für den Geist wahrgenommen werden.

Der Atem dient als Objekt, indem ich meine Aufmerksamkeit auf das Vorbeistreifen der Atemluft an den Nasenflügeln lenke oder an das Heben und Senken des Unterbauchs.

Das Prinzip von Annehmen und Loslassen, ist als innerer Faktor eine wichtige Voraussetzung, um Meditation gelingen zu lassen.
Konkret bedeutet es, dass ich annehmend eine offene, innere Haltung gegenüber allem einnehme, was in mir auftaucht: Gedanken, Gefühle, Emotionen, körperliche Empfindungen. Ich nehme sie unbeurteilt und wertfrei wahr, lasse sie wieder los und kehre immer wieder entspannt zum Atem zurück.

Meditations-Sitzhaltung

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Aufrecht: Das Rückgrat sollte gerade und entlastet sein. Es kann das Gefühl entstehen, am Kopf sanft nach oben gezogen zu werden.Die gerade Sitzhaltung des Rückens gewährt den Energien und dem Atem ungehinderten, freien Fluss.In dieser aufrechten Haltung ist der Rücken leicht angespannt und vermittelt ein Gefühl der Stärke.Die Brust ist leicht nach außen gewölbt. Das symbolisiert ein offenes und empfängliches Herz.

Gekreuzte Beine:Der Sitz mit gekreuzten Beinen gewährt eine stabile Haltung. Es ist dabei darauf zu achten, dass die Knie immer unterhalb desSacrum am Boden aufliegen. Dadurch werden Verspannungen vermieden.

Kopfhaltung: Der Kopf wird gerade gehalten. Das Kinn wird zur Kehlgrube leicht eingezogen. Der Kopf ähnelt dabei ein wenig einemHaken. Diese Kopfhaltung gewährleistet die aufrechte Haltung des Rückgrats im Bereich der Halswirbelsäule.

Hände: Je nachdem, was visualisiert wird, bilden die Hände unterschiedliche Mudras.Für die tägliche Praxis bilden die Hände etwa 4 Finger breit unterhalb des Bauchnabels eine Schalenform, wobei die rechteHand in der linken Hand liegt. Die Daumenspitzen berühren sich leicht.

Zunge: Die Zunge liegt hinter den oberen Schneidezähnen am Gaumen an. In dieser Haltung können Mund und Unterkiefer entspannt sein.

Schultern: Die Schultern werden leicht nach hinten gezogen. Diese Haltung, bei der die Brust leicht nach außen gewölbt ist, kann sich das Herz öffnen.Dadurch wird Empfänglichkeit und Offenheit symbolisiert.

Blick:Die Augen sind leicht geschlossen und der Blick ist schräg nach unten, etwa einen Meter vor mir zum Boden gerichtet.Bei geschlossenen Augen ist es wahrscheinlicher, dass ich nur mit inneren Erscheinungen konfrontiert bin und äußere, visuelle Einflüsseausgesperrt bleiben. In der Meditation ist es sinnvoll sowohl innere als auch äußere Einflüsse wahrzunehmen.

Stress und seine Folgen

Auswirkungen von Stress

siehe auch: Stressmanagement

  • übersäuert Körpergewebe
    • sowohl negativer Stress (Disstress) als auch positiver Stress (Eustress)
      führen zu Übersäuerung, da Adrenalin und Cortisol vermehrt Säuren freisetzen
  • belastet Leber
  • kann Asthma-Anfälle auslösen
  • lässt Blutzuckerspiegel steigen
    • durch Ausschüttung von Cortisol
  • trägt zu Magen-Darm-Problemen bei
    • bei Stress wird Verdauung weitgehend eingestellt
  • trägt zu Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten bei
  • schwächt das Immunsystem
    • kurzzeitiger Stress stärkt das Immunsystem,
      dauerhafter Stress hat gegenteilige Wirkung
  • führt zu Verspannungen
  • belastet das Herz
    • Pumpleistung und Schlagfrequenz wird dauerhaft erhöht
  • Bluthochdruck
  • erhöht Vitalstoffbedarf
    • durch Bildung von Stresshormonen werden
      B-Vitamine (Vitamin B5 und Folsäure) verbraucht
  • gefährdet Knochengesundheit
  • erzeugt chronische Entzündungsprozesse
    • häufige Infekte
  • führt zu Ess-Störungen
  • führt zu Progesteronmangel
  • Hemmung des Sexualtriebs

Krankheiten, die durch Stress ausgelöst oder verstärkt werden können

Diabetes mellitus
Durch Ausschüttung des Stresshormons Cortisol gibt die Leber vermehrt Glucose und Fettsäuren ins Blut, um die Energiereserven für Flucht oder Kampf zu erhöhen.
Ein auf diese Weise erhöhter Blutzuckerspiegel, dem weder Flucht, Kampf oder entsprechende körperliche Anstrengung folgen erhöht die Gefahr einer Insulin-Resistenz.
Verstopfung
Eine Stressreaktion ist die weitgehende Reduzierung der Verdauungstätigkeit und das Lahmlegen der Darmmuskulatur. Dadurch kann es zu Verstopfung kommen.
Immunschwäche
Bei kurzzeitigem Stress aktiviert Cortisol das Immunsystem und erhöht die Anzahl von Immunzellen, um drohende Infektionen durch Verletzungen bekämpfen zu können.
Andauernder Stress bewirkt das Gegenteil. Vermehrt ausgeschüttetes Cortisol schwächt auf Dauer das Immunsystem.
Folge sind häufige Infektionskrankheiten wie Erkältung, Lippenherpes, usw.
 
Ein schwankender Cortisol-Spiegel kann Ursache dafür sein, dass zum Wochenende (bei nachlassendem Stress der Arbeitswoche) Infektions-Symptome stärker werden. Dabei wird durch das Absinken des Cortisol-Spiegels das Immunsystem wieder aktiver und die Symptome verstärken sich.

Was haben Stress und Kälte gemeinsam?

Eine bedrohliche Situation löst Stress aus und versetzt den Körper in die Lage Höchstleistungen zu vollbringen.

Für unsere Vorfahren, die mit dem Angriff eines wilden Tieres konfrontiert wurden, waren die körperlichen Stress-Reaktionen überlebenswichtig.
Für „moderne“ Menschen, die ihren Alltag in Büros ohne wilde Tiere verbringen, hat sich Stress dagegen zu einem Problem entwickelt.

Kurzzeitige Stress-Situationen gelten als unproblematisch. Dauerstress mit andauernder Anspannung ohne nennenswerte Erholungsphasen ist gesundheitsschädlich.
Unsere Körper unterscheiden nicht zwischen dem Angriff eines wilden Tieres und der Vorstellung eines Angriffs. Ebensowenig gibt es eine Unterscheidung zwischen einem körperlichen Angriff und einer emotionalen Stress-Situation.

Stress verbraucht Energie. Negative Gedanken und Emotionen, die Stress hervorrufen, sind Gedanken der Kälte, welche dem Körper Energie entziehen, denn der Körper strebt danach, Körpertemperatur und Energie-Level konstant zu halten.

Auch im Bereich der Ernährung können Stress-Situationen beobachtet werden.
Kalte Getränke kühlen den Körper ab, der nun daran geht, die verlorene Wärme wieder zu ersetzen. Dafür setzt er Energie ein, die an anderer Stelle fehlt.

Sowohl emotionaler Stress und Anspannung, als auch kalte Getränke entziehen Energie, die dann im Bereich des Immunsystems und im Bereich der Verdauung fehlen.

Stress – ob durch Fehlernährung oder emotionale Anspannung – verbraucht Energie und macht anfällig für Krankheiten.