Schlagwort-Archiv: Nüsse

Phytinsäure

Wer sich um eine gesunde Ernährung kümmert, dem wird der Begriff Phytinsäure bestimmt schon begegnet sein.
Um was geht es dabei?

Phytinsäure ist eine Art natürliches Pflanzenschutzmittel, das Pflanzen  gegen Fressfeinde selbst bilden. Es dient vor allem aber auch als Phosphat-Speicher für den zu erwarteten Keimling.

Phytinsäure findet man in Getreide, Hülsenfrüchten (Bohnen, Linsen, Erbsen, usw.) und in Nüssen, aber auch in Pseudo-Getreidearten wie Quinoa, Buchweizen und Amaranth.

Warum ist Phytinsäure erwähnenswert?

Die Sache hat zwei Aspekte. Einerseits hat Phytinsäure die unangenehme Eigenschaft Mineralstoffe und Spurenelemente unlöslich zu binden, so dass diese für uns nicht mehr zur Verfügung stehen. Dadurch kann Nährstoffmangel entstehen.
Andererseits wirkt Phytinsäure antioxidativ und eliminiert damit die sogenannten freien Radikale in unserem Körper, die für viele Krankheiten ursächlich sind. Dies betrifft vor allem die Darmgesundheit.
Wer viel und gerne Getreideprodukte isst und sich auch regelmäßig von Hülsenfrüchten und Nüssen ernährt, der sollte diese beiden Aspekte im Auge behalten.

Was ist ratsam?

Um einen Großteil der Phytinsäure abzubauen, weicht man die entsprechenden Lebensmittel über Nacht ein. Das Einweichwasser schüttet man ab und spült anschließend noch einmal. Während des Einweichens findet ein Keimprozess statt, bei dem Phytinsäure abgebaut wird. Ein hundertprozentiger Abbau ist allerdings nicht gegeben, was aber auch kein Problem ist, da dadurch die antioxidativen Eigenschaften genutzt werden können.

(Natürlich macht es keinen Sinn, Brot einzuweichen! Die beschriebene Vorbehandlung bezieht sich auf die Getreidekörner vor der Herstellung eines Brotes.)