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Die Bedeutung natürlicher Hungerphasen

cAMP (cyclisches Adenosinmonophosphat) ist ein von ATP (Adenosintriphosphat) abgeleiteter Botenstoff und bewirkt im Stoffwechselgeschehen, dass Glycogen zu Glucose abgebaut wird und dadurch Energiereserven aktiviert werden. Es fördert die Ausschüttung von Adrenalin und Glucagon. Ebenso wirkt es stimulierend auf die Lipolyse.
Der Sinn dieser Prozesse ist die Bereitstellung von Energie in der Hungerphase.
cAMP ist wichtig zur Energiebereitstellung für die Nahrungsbeschaffung (lange Märsche, Kampf, Jagd).
Gleichzeitig mit cAMP wird das Protein Foxa2 ausgeschüttet, welches Tätigkeitsdrang auslöst. 
Nach der Nahrungsaufnahme wird cGMP aktiviert und leitet die Regenerationsphase ein.
 cGMP (cyclisches Guanosinmonophosphat) ist ebenfalls ein von ATP abgeleiteter Botenstoff und der Gegenspieler des cAMP.
cGMP leitet eine Regenerationsphase ein.
Bedeutung von cAMP im modernen Alltag
In früheren Zeiten der Menschheitsgeschichte war es wichtig, ausreichende Energiereserven zur Nahrungsbeschaffung zu haben. Kein Individuum hätte überleben können, wenn eine Hungerphase ein Leistungsdefizit bedeutet hätte.
Daher entwickelte sich das Stoffwechselgeschehen so, dass in Hungerzeiten Energiereserven mobilisiert werden konnten.
Im modernen Alltag muss Nahrung nicht mehr mit großen Energiereserven erkämpft werden. Stattdessen geschieht die Nahrungsaufnahme zu mehr oder weniger festgelegten Zeiten, unabhängig davon, ob Hunger spürbar wird.
Die Folge davon ist, dass der mobilisierende Prozess aus cAMP, Adrenalin, Foxa2 und Glucagon ausbleibt und eine Regenerationsphase durch cGMP und durch Abschaltung von Foxa2 eintritt.
Die Folge sind Müdigkeit und langfristig Übergewicht.
 
 
 
Die Probleme im Zusammenhang mit cAMP und cGMP
Werden Hungerzyklen nicht zugelassen, kann kein cAMP aktiviert werden und in der Folge wird auch Foxa2 nicht aktiviert. Freisetzung von Energie wird unterbunden und Tätigkeitsdrang wird verhindert. Müdigkeit ist die Folge.
Die Störung der natürlichen Energierhythmen durch zu häufige Insulinausschüttung und verminderte cAMP-Produktion führt für Frauen und Männer gleichermaßen zu Problemen.
Bei Frauen macht sich diese Störung durch einen ungünstigen Einfluss auf den Hormonhaushalt bemerkbar, da dieser sehr eng mit den Energierhythmen verbunden ist. Es können Menstruationsbeschwerden und Wechseljahresbeschwerden auftreten.
Bei Männern führt die Störung der Energierhythmen zu vermehrter Bildung des Enzyms Aromatase, welches den männlichen Körper verweiblichen lässt. Dabei entstehen Fettpölsterchen an Stellen, die für Männer ein sehr unattraktives Bild abgeben. Zudem wird Muskelgewebe abgebaut.