Kategorie-Archiv: Gewürze

Chai: Indischer Gewürztee

Chai, was einfach „Tee“ bedeutet, dürfte den meisten als aromatisches Heißgetränk mit indischem Ursprung bekannt sein.
Weil dieses wohlschmeckende Getränk auch sehr gesundheitsfördernde Eigenschaften hat, habe ich ihm hier einen Beitrag gewidmet.
Insbesondere hervorzuheben sind die Zutaten Ingwer und Kardamom.

Ingwer

  • schmackhaftes Gewürz
  •  gutes Mittel gegen Übelkeit
  • entzündungshemmend
  • schmerzlindernd (z.B. bei rheumatischen Erkrankungen)
  • vitaminreich
  • Calcium
  • Kalium
  • Eisen
  • ätherische Öle
  • Scharfstoffe
    • regen Wärmerezeptoren an
    • regen Magensäure-Bildung an. Dadurch effektivere Verdauung
  • Shogaol
  • Gingerol
  • blutverdünnend
  • verdauungsfördernd
  • stoffwechselanregend
    • hilfreich beim Abnehmen, da ein verlangsamter Stoffwechsel oft Ursache von Übergewicht ist. Fettverbrennung wird intensiviert
  • durchblutungsfördernd
  • cholesterinsenkend
Kardamom (Elettaria cardamomum) gehört botanisch zu den Ingwergewächsen.
Man unterscheidet zwischen grünem und schwarzem Kardamom.
Die wirksamen Substanzen in Form ätherischen Öls stecken in den Samen der Pflanze. Es handelt sich dabei um eine Vielzahl von Substanzen, die zusammen genommen heilsame Wirkungen erzielen. Darunter sind  Borneol, Cineol, Terpineol, Myrcen und viele andere.
Verwendet werden die Samen sowohl als Gewürz als auch zu Heilzwecken. Borneol und Cineol wirken beide schleimlösend und
antibakteriell. Cineol ist ebenfalls in Eukalyptus enthalten und findet wegen seiner schleimlösenden Wirkung bei Asthma Anwendung.
Weiterhin findet man in den Samen Kampfer, welches durchblutungsfördernd wirkt.
Kardamom leistet auch für die Verdauung gute Dienste. Er wirkt verdauungsfördernd, regt den Gallenfluss an und wirkt gegen
aufgeblähten Bauch und Völlegefühl.
Weiterhin wirkt Kardamom stimmungsaufhellend, krampflösend. Auch bei Beschwerden der Wechseljahre sind diese Eigenschaften
sehr hilfreich.
In der ayurvedischen Medizin wird Kardamom als erwärmendes Mittel bezeichnet, das für Menschen geeignet ist, die leicht frösteln,
zu kalten Händen oder kalten Füßen neigen.
Letztendlich wirkt Kardamom auch gegen Mundgeruch, beispielsweise nach Knoblauch-Verzehr oder Alkohol.
Inhaltsstoffe des ätherischen Öls:
  • Alpha-Linolensäure (Omega-3-Fettsäure)
  • Cineol
  • Eisen
  • Limonen
  • Mangan
  • Myrcen
  • Palmitinsäure
  • Protein (10%)
  • Stärke (20-40%)
  • Terpineol
Zusammenfassung der Wirkung des Kardamom:
  • antibakteriell
  • Galle bildend
  • durchblutungsfördernd
  • krampflösend
  • Nieren stärkend
  • schleimlösend
  • stimmungsaufhellend
  • verdauungsfördernd
  • wärmend
  • wirkt gegen Mundgeruch
  • wirkt gegen Verdauungsbeschwerden (Blähungen, Völlegefühl)
  • wirksam gegen nitrosativen Stress

Zutaten für Chai:

  • Kardamom (frisch)
  • Ingwer
  • Milch
  • Rohrzucker
  • Zimt
  • Schwarztee
Zubereitung von 1 Liter Chai
  • 1/2 Liter Wasser aufkochen
  • 1/2-1 Teelöffel Schwarztee-Pulver oder -Granulat zufügen und kurz kochen lassen
  • Tee filtern, Kardamom und ein daumengroßes, in kleine Würfel geschnittenes Stück Ingwer, hinzugeben und das Ganze etwa 5 Minuten köcheln lassen.
  • 1/2 Liter Milch (oder z.B. Haferdrink) dazu gießen und noch etwa 5 Minuten köcheln lassen.
  • Rohrzucker oder Stevia (3-4 Teelöffel) dazu geben.
  • Mindestens 15-20 Minuten ohne Hitze ziehen lassen.

Gomasio selbst herstellen

Sesam, Salz und Mörser

Mörser, Sesam und Salz

Gomasio ist ein Gewürz, das im Laufe der Zeit auch in westlichen Küchen Einzug gehalten hat.
Ursprünglich stammt es aus Japan und heißt übersetzt ganz einfach „Sesamsalz“.

Geschätzt wird Gomasio einerseits als Würzmittel mit kräftigem nussigem Aroma. Es eignet sich zum Würzen einer Vielzahl von Gerichten: Salate, Gemüse, Getreide und Reis. Aber auch beim Bestreuen auf Brot ist es eine leckere Variante.
Dadurch, dass die Salzkristalle im Gomasio von Sesamöl umschlossen sind, macht es nicht so durstig, wie reines Salz dies tut.

Andererseits wird es in der „gesunden Küche“ geschätzt, weil es eine kräftigende Wirkung hat.
In der Ernährungsform der ‚Makrobiotik‘ ist es den Lebensmitteln zugeordnet, die sehr ‚Yang‘ sind und damit ausgleichend wirken zu den Lebensmitteln der westlichen Küche.
In der TCM (Traditiionelle Chinesische Medizin) wird Gomasio ebenfalls eine kräftigende Wirkung zugeschrieben.
Darüber hinaus sagt man ihm nach, dass es gut gegen Husten wirkt, bei übersäuertem Magen, gegen Kopfschmerz, Heuschnupfen und sogar bei Tierhaarallergie hilft.

Sesam, als Hauptbestandteil des Gomasio, ist sehr calciumreich, ordentlich eiweißreich, bietet eine große Menge an wichtigen Aminosäuren und enthält Antioxidantien, die vor freien Radiakalen schützen.

Da es nun sehr beliebt geworden ist, kann man es auch fertig kaufen.
Ein kleiner Nachteil dabei ist, dass Sesamöl zwar vergleichsweise lange haltbar ist, aber eben doch nach einiger Zeit ranzig wird und das ist keinesfalls der Gesundheit zuträglich.
Deshalb ist es eine gute Alternative, es selbst herzustellen.
Die Herstellung ist einfach, wenn auch ein wenig anstrengend (das Mörsern der Körner braucht Ausdauer und etwas Kraft). Vielleicht kann die Gomasio-Produktion ja auch mal einen Besuch im Fitness-Studio ersetzen.

Hier als kurzes Video der Prozess der Herstellung: