Kategorie-Archiv: Lebensmittel

Chai: Indischer Gewürztee

Chai, was einfach „Tee“ bedeutet, dürfte den meisten als aromatisches Heißgetränk mit indischem Ursprung bekannt sein.
Weil dieses wohlschmeckende Getränk auch sehr gesundheitsfördernde Eigenschaften hat, habe ich ihm hier einen Beitrag gewidmet.
Insbesondere hervorzuheben sind die Zutaten Ingwer und Kardamom.

Ingwer

  • schmackhaftes Gewürz
  •  gutes Mittel gegen Übelkeit
  • entzündungshemmend
  • schmerzlindernd (z.B. bei rheumatischen Erkrankungen)
  • vitaminreich
  • Calcium
  • Kalium
  • Eisen
  • ätherische Öle
  • Scharfstoffe
    • regen Wärmerezeptoren an
    • regen Magensäure-Bildung an. Dadurch effektivere Verdauung
  • Shogaol
  • Gingerol
  • blutverdünnend
  • verdauungsfördernd
  • stoffwechselanregend
    • hilfreich beim Abnehmen, da ein verlangsamter Stoffwechsel oft Ursache von Übergewicht ist. Fettverbrennung wird intensiviert
  • durchblutungsfördernd
  • cholesterinsenkend
Kardamom (Elettaria cardamomum) gehört botanisch zu den Ingwergewächsen.
Man unterscheidet zwischen grünem und schwarzem Kardamom.
Die wirksamen Substanzen in Form ätherischen Öls stecken in den Samen der Pflanze. Es handelt sich dabei um eine Vielzahl von Substanzen, die zusammen genommen heilsame Wirkungen erzielen. Darunter sind  Borneol, Cineol, Terpineol, Myrcen und viele andere.
Verwendet werden die Samen sowohl als Gewürz als auch zu Heilzwecken. Borneol und Cineol wirken beide schleimlösend und
antibakteriell. Cineol ist ebenfalls in Eukalyptus enthalten und findet wegen seiner schleimlösenden Wirkung bei Asthma Anwendung.
Weiterhin findet man in den Samen Kampfer, welches durchblutungsfördernd wirkt.
Kardamom leistet auch für die Verdauung gute Dienste. Er wirkt verdauungsfördernd, regt den Gallenfluss an und wirkt gegen
aufgeblähten Bauch und Völlegefühl.
Weiterhin wirkt Kardamom stimmungsaufhellend, krampflösend. Auch bei Beschwerden der Wechseljahre sind diese Eigenschaften
sehr hilfreich.
In der ayurvedischen Medizin wird Kardamom als erwärmendes Mittel bezeichnet, das für Menschen geeignet ist, die leicht frösteln,
zu kalten Händen oder kalten Füßen neigen.
Letztendlich wirkt Kardamom auch gegen Mundgeruch, beispielsweise nach Knoblauch-Verzehr oder Alkohol.
Inhaltsstoffe des ätherischen Öls:
  • Alpha-Linolensäure (Omega-3-Fettsäure)
  • Cineol
  • Eisen
  • Limonen
  • Mangan
  • Myrcen
  • Palmitinsäure
  • Protein (10%)
  • Stärke (20-40%)
  • Terpineol
Zusammenfassung der Wirkung des Kardamom:
  • antibakteriell
  • Galle bildend
  • durchblutungsfördernd
  • krampflösend
  • Nieren stärkend
  • schleimlösend
  • stimmungsaufhellend
  • verdauungsfördernd
  • wärmend
  • wirkt gegen Mundgeruch
  • wirkt gegen Verdauungsbeschwerden (Blähungen, Völlegefühl)
  • wirksam gegen nitrosativen Stress

Zutaten für Chai:

  • Kardamom (frisch)
  • Ingwer
  • Milch
  • Rohrzucker
  • Zimt
  • Schwarztee
Zubereitung von 1 Liter Chai
  • 1/2 Liter Wasser aufkochen
  • 1/2-1 Teelöffel Schwarztee-Pulver oder -Granulat zufügen und kurz kochen lassen
  • Tee filtern, Kardamom und ein daumengroßes, in kleine Würfel geschnittenes Stück Ingwer, hinzugeben und das Ganze etwa 5 Minuten köcheln lassen.
  • 1/2 Liter Milch (oder z.B. Haferdrink) dazu gießen und noch etwa 5 Minuten köcheln lassen.
  • Rohrzucker oder Stevia (3-4 Teelöffel) dazu geben.
  • Mindestens 15-20 Minuten ohne Hitze ziehen lassen.

8 Übungen für achtsames Essen

„Achtsamkeit“ ist einerseits ein modischer Trend unserer heutigen Zeit. Andererseits entspricht sie einer Geisteshaltung, die Menschen verschiedener Kulturen und Epochen bereits seit Jahrtausenden üben. Wir haben es also auch mit einer Renaissance bezüglich des Umgangs mit uns selbst und unserer Umwelt zu tun.
Ganz gewiss kann die Rückbesinnung auf eine achtsame Geisteshaltung als Reaktion auf die negativen Auswirkungen unserer hektischen und von Oberflächlichkeit geprägten Zeit gesehen werden.
Die folgenden 8 Punkte stellen speziell Ratschläge für Menschen dar, die ihr Körpergewicht reduzieren wollen und die verstanden haben, dass Übergewicht kein isoliertes Phänomen der Ernährung darstellen kann, sondern vor allem auch eine Folge des Lebensstils ist.
  1. Das Essen ehren
  2. Alle 6 Sinne einbeziehen
    Geschmack, Farbe, Konsistenz, Geräusche, Reaktion des Geistes, sich verändernder Geschmack
  3. Maßhalten
  4. Sorgfältig kauen
    Eher kleinere Bissen zu sich nehmen
  5. Langsam essen
    Das Sättigungsgefühl stellt sich nach ca. 10 Minuten ein
    Während des Kauens das Besteck weglegen und das Körpergefühl wahrnehmen.
  6. Keine Mahlzeiten auslassen
    Werden Mahlzeiten ausgelassen, fällt es danach schwer achtsam zu essen.
  7. Nichts zwischendurch essen
    Wenn immer wieder gegessen wird, ist die Bauchspeicheldrüse immerzu dabei Insulin auszuschütten.
    Die Zellen werden dadurch immerzu mit Glucose beliefert. Das verhindert, dass der Körper auf Fettreserven zurückgreift.
  8. Möglichst pflanzliche Nahrung bevorzugen
    Pflanzliches ist gesünder (tierische Nahrung ist wegen der enthaltenen Zusätze nicht empfehlenswert. Außerdem
    entstehen bei der Verdauung von tierischer Nahrung vermehrt Substanzen, die zu Übersäuerung und Belastung des Organismus führen).
    Tierische Nahrung verbraucht sehr viel Ressourcen (Land, Wasser), schädigt das Klima und ist Mitursache von Hunger in der Welt.

Supplementierung von Magnesium

Als Faustregel für den täglichen Magnesium-Bedarf eines Erwachsenen können 350-400 Milligramm genannt werden.
Ganzheitliche Maßnahmen betonen die Aufnahme des Magnesiums über vor allem biologische Lebensmittel.
Hinweis: Getreidearten und Hülsenfrüchte, sowie Nüsse, enthalten natürlicherweise Phytinsäure, die eine Resorption von Mineralstoffen und Spurenelementen behindern.
Phytinsäure wird beim Einweichen der betreffenden Lebensmittel über Nacht duch das Enzym Phytase abgebaut!
Nennenswerte Mengen an Magnesium enthalten folgende Lebensmittel:
  • Bananen
  • Bohnen
  • brauner Reis
  • Kakao
  • Kartoffeln
  • Mandeln
  • Spinat
Sollte ein Mangel nicht rasch genug über Lebensmittel korrigiert werden können, kann auch zu natürlichen Nahrungsergänzungsmitteln gegriffen werden.
  • transdermales Magnesiumchlorid
    • wird auf die Haut aufgesprüht und über die Haut aufgenommen
  • Spirulina Mikroalgen
    • liefern etwa 40 Milligramm als Tagesdosis
  • organische Magnesium-Verbindungen
    • Magnesiumorotat
    • Magnesiumcitrat
    • Magnesium-Chelat
      • beim chelatierten Magnesium liegt ein organisches Magnesium, gebunden an natürliche Aminosäuren vor. Dies steigert seine Bioverfügbarkeit im Körper um ein Vielfaches im Vergleich zu herkömmlichen Mineralstoffpräparaten. Magnesium Chelat kann ausserdem nicht von bestimmten Anti-Nährstoffen (Phytinsäure) gebunden werden, wie dies bei herkömmlichen Mineralstoffpräparaten oft der Fall ist und dazu führen kann, dass die Mineralien ungenutzt wieder ausgeschieden werden.
  • anorganische Magnesium-Verbindungen
    • Magnesiumcarbonat
    • Sango Meereskoralle
Überdosierung von Magnesium
Eine Magnesium-Überdosierung über Lebensmittel ist nicht möglich, da der Körper über ausreichende Regelmechanismen verfügt.
Auch eine Überdosierung mit Nahrungsergänzungsmitteln ist eher nicht wahrscheinlich.
Kritisch kann es einerseits für Menschen mit Nierenproblemen werden und auch bei Gesunden, wenn Magnesium-Präparate injiziert werden.
Wichtig: Mineralstoff-Supplemente sollten in möglichst geringer Dosis verwendet werden. Schließlich dienen sie nur als zusätzliche Mineralstoff-Lieferanten.
Mehr als die doppelte empfohlene Tagesdosis sollten nicht eingenommen werden, da es zu schädlichen Ablagerungen im Organismus kommen kann.
Grundsätzlich sollten sie in Absprache mit dem Therapeuten eingenommen werden.

Phytinsäure

Wer sich um eine gesunde Ernährung kümmert, dem wird der Begriff Phytinsäure bestimmt schon begegnet sein.
Um was geht es dabei?

Phytinsäure ist eine Art natürliches Pflanzenschutzmittel, das Pflanzen  gegen Fressfeinde selbst bilden. Es dient vor allem aber auch als Phosphat-Speicher für den zu erwarteten Keimling.

Phytinsäure findet man in Getreide, Hülsenfrüchten (Bohnen, Linsen, Erbsen, usw.) und in Nüssen, aber auch in Pseudo-Getreidearten wie Quinoa, Buchweizen und Amaranth.

Warum ist Phytinsäure erwähnenswert?

Die Sache hat zwei Aspekte. Einerseits hat Phytinsäure die unangenehme Eigenschaft Mineralstoffe und Spurenelemente unlöslich zu binden, so dass diese für uns nicht mehr zur Verfügung stehen. Dadurch kann Nährstoffmangel entstehen.
Andererseits wirkt Phytinsäure antioxidativ und eliminiert damit die sogenannten freien Radikale in unserem Körper, die für viele Krankheiten ursächlich sind. Dies betrifft vor allem die Darmgesundheit.
Wer viel und gerne Getreideprodukte isst und sich auch regelmäßig von Hülsenfrüchten und Nüssen ernährt, der sollte diese beiden Aspekte im Auge behalten.

Was ist ratsam?

Um einen Großteil der Phytinsäure abzubauen, weicht man die entsprechenden Lebensmittel über Nacht ein. Das Einweichwasser schüttet man ab und spült anschließend noch einmal. Während des Einweichens findet ein Keimprozess statt, bei dem Phytinsäure abgebaut wird. Ein hundertprozentiger Abbau ist allerdings nicht gegeben, was aber auch kein Problem ist, da dadurch die antioxidativen Eigenschaften genutzt werden können.

(Natürlich macht es keinen Sinn, Brot einzuweichen! Die beschriebene Vorbehandlung bezieht sich auf die Getreidekörner vor der Herstellung eines Brotes.)

Getreideprodukte: Gesund oder nicht?

Getreideprodukte sind aus unserem Leben nicht wegzudenken. Ob Brot, Brötchen, Kekse, Haferflocken, Pizza oder Kuchen, jeder hat irgendwann Berührung mit
Lebensmitteln dieser Art.
Da Ernährung einen maßgeblichen Einfluss auf die Gesundheit hat und die Ursachen vieler Krankheiten noch nicht restlos geklärt sind, haben Wissenschaftler mithilfe von Studien die Getreide-Inhaltsstoffe unter die Lupe genommen.
Im Fokus dieser Forschungen stehen beispielsweise Substanzen wie Gluten, Lektine und Phytinsäure. Diese sind alle in Getreide enthalten und haben definitiv ein Schadpotential.
Am bekanntesten ist Gluten, ein Proteingemisch aus den Proteinen Gliadin und Glutenin, das unter Zufügung von Wasser entsteht, also bei der üblichen Verarbeitung zu entsprechenden Lebensmitteln.
Gluten hat für die Herstellung von Getreideprodukten eine wichtige Bedeutung. Ohne Gluten könnte kein Bäcker ein Brot zustande bringen, da es durch seine klebrige Konsistenz den Zusammenhalt und die Formbarkeit des Teigs gewährleistet.
Hafer enthält übrigens kaum Gluten und eignet sich daher nicht zur Herstellung von Brot oder Brötchen. Roggen, Gerste und Weizen sind die hauptsächlichen Getreidesorten, die Verwendung finden.
Daneben sind es Dinkel, Emmer und Einkorn, die im Laufe der vergangenen Jahre immer mehr Popularität erhalten haben.
Lektine und Phytinsäure sind Substanzen, die weniger bekannt sind, aber dennoch Aufmerksamkeit verdienen, da sie unter bestimmten Umständen Schaden anrichten können. Dazu kommen wir später.
Was das Gluten betrifft, so hat das enthaltene Gliadin die unangenehme Eigenschaft Auslöser für Zöliakie sein zu können. Dies ist eine Erkrankung, die sich durch Atrophie (Rückbildung) der Darmzotten, Entzündung und erhöhte Durchlässigkeit der Darmschleimhaut und eine verminderte Resorption von Mikro- und Makronährstoffen (verminderte Aufnahme von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen) äußert.
Entzündungen sind grundsätzlich eine Antwort des unspezifischen (angeborenen) Immunsystems auf Angriffe durch Schadstoffe, Mikroorganismen oder auf Verletzung.
Bekannt ist auch, dass Patienten, die an Zöliakie leiden, ein erhöhtes Risiko für Autoimmunerkrankungen wie Typ-1-Diabetes tragen.
Chronische Entzündungen sind wiederum Ursache für eine Vielzahl von Folgeerkrankungen. Zu nennen sind z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Metabolisches Syndrom, Krebs, aber auch psychische Störungen wie Schizophrenie und Depression. Insofern beinhalten Getreideprodukte unter bestimmten Umständen ein beträchtliches Schadpotential.
Die erwähnten Lektine und Phytinsäure können unter bestimmten Umständen Probleme verursachen, insofern sie die Resorption von Nährstoffen behindern. Nicht umsonst werden Lektine auch „Anti-Nährstoffe“ genannt.
Der Verweis auf bestimmte Umstände deutet an, dass weder Gluten, noch Lektine oder Phytinsäure zwingend schädlich sein müssen.
Diese Umstände betreffen Art, Anbau, Herkunft und Verarbeitung der Getreide. Weizen in seiner Urform, wie ihn unsere Vorfahren anbauten, verarbeiteten und verzehrten hatte gänzlich andere Eigenschaften als die vielfach gekreuzten und hochgezüchteten Formen unserer Tage. Heute verwendet man Gifte gegen Schädlinge, synthetische Dünger und dann vielfältige Zusatzstoffe bei der Herstellung der Produkte. Ebenso spielt der Faktor Zeit bei der Herstellung eine wesentliche Rolle. Brot braucht Zeit für die Verarbeitung, wenn daraus ein gesundes Nahrungsmittel werden soll. Einweichen des Getreides und Fermentation brauchen Zeit, damit Lektine deaktiviert und Phytinsäure abgebaut werden können.
Für ein gesundheitlich wertvolles Brot bleibt bei einer wirtschaftlich profitablen Herstellung eines industriell hergestellten Brotes keine Zeit.
Ob Getreideprodukte gesund sind oder nicht, hängt also von verschiedenen Faktoren ab. Zum Einen sind es Art, Anbau, Herkunft und Verarbeitung des Getreides. Weiterhin sind es Aspekte der Lagerung von Rohstoffen und fertigen Produkten, sowie Ernährungsgewohnheiten und Einschränkungen für Menschen, die an speziellen Unverträglichkeiten und Allergien leiden.
Bezüglich der Lagerung muss man wissen, dass insbesondere Vollkornmehl fetthaltig ist und bei der Lagerung ranzig wird. In Bezug auf die Ernährungsgewohnheiten gilt für Getreideprodukte das Gleiche wie für alle anderen Lebensmittel auch: Maß und Abwechslung sind wichtig. Ein Zuviel vom Einen war noch nie gesund.
Fazit:
Wer gern und viel Brot und andere Getreideprodukte isst, sollte diese über Bäckereien beziehen, die Rohstoffe aus Bioanbau verwenden, keine aggressiven Triebmittel einsetzen und bei der Herstellung ihrer Produkte angekeimtes und fermentiertes Getreide verarbeiten.

Vegane Goldmilch zur Stärkung des Immunystems

Zutaten:
  • Hafer-Drink (ca 500 ml)
  • Curcuma (frisch, ca. 5 Gramm)
  • Zimt (nach Belieben)
  • Ingwer (nach Belieben)
  • schwarzer Pfeffer (eine Prise)
  • Honig (1 Teelöffel)
  • Kokosöl (1 Teelöffel)
Herstellung:
  1. Curcuma und Ingwer schälen und in kleine Stücke schneiden und in einen Mixer geben
  2. Zimt, Pfeffer, Honig und Kokosöl dazu geben
  3. Hafer-Drink dazu geben
  4. Alles gut mixen, bis alles fein püriert ist und eine goldgelbe Farbe angenommen hat. Fertig

Isoglucose – ein süßer Krankmacher

Bisher durfte die aus Maisstärke hergestellte Isoglucose in Europa nur in geringen Mengen verwendet werden.
Ab 2017 hat die EU die Regelungen geändert, so dass in Europa zukünftig viele Lebensmittel mit diesem industriell hergestellten Süßungsmittel versetzt sein werden.

In USA, wo Isoglucose (oder auch HFCS = High Fructose Corn Syrup) jahrelang verwendet wurde, geht der Verbrauch zurück, da die krankmachende Wirkung allzu offensichtlich wurde. Nun wittern die Hersteller in Europa einen neuen Absatzmarkt.

Gefährlich ist Isoglucose, da sie nicht wie die natürliche, reine Glucose in den Zellen in Energie umgewandelt wird, sondern in Fett umgewandelt und eingelagert wird. Zudem entsteht beim Abbau des Fructose-Anteils in der Leber Harnsäure. Ein hoher Harnsäurespiegel verringert die Sensibilität der Körperzellen für Insulin. Damit Insulin an den Insulinrezeptoren der Zellen andocken kann, ist Stickoxid nötig. Harnsäure vermindert die Bioverfügbarkeit von Stickoxid. Auf diese Weise verlieren die Zellen ihre Sensibilität gegenüber Insulin und eine Resistenz (Diabetes Typ II) kann entstehen.

Problematisch wird es auch für Menschen, die an einer Fructose-Malabsorption leiden. In diesen Fällen ist ein Transportmechanismus in der Darmschleimhaut geschädigt, der für den Transport der Fructose ins Blut notwendig ist. Fructose wird anschließend im Dickdarm verstoffwechselt und erzeugt die entsprechenden Symptome (Blähungen, Bauchschmerzen, Veränderung der Darmflora).

Lebensmittelverschwendung

Pflanzen_und_Tiernahrung

Dieses Bild stammt aus dem Skript des Makrobiotik-Lehrers Sakurzawa Nyoiti (Oshawa), der diese Ernährungsform in den späten 60er-Jahren von Japan nach Europa brachte.

Interessant, dass das Problem der Lebensmittelverschwendung bereits damals durchaus bekannt war.
Das Skript stammt von meiner Mutter, die sich in dieser Zeit makrobiotisch ernährte und bei Oshawa Kurse belegte.
Heute dient mir dieses Skript als wertvolles Archiv für die Ernährungsberatung.

Spinat-„Smoothie“

Eigentlich mag ich den Begriff „Smoothie“ nicht. Ich verwende ihn hier dennoch, weil er im Sprachgebrauch geläufig ist und die meisten sich etwas darunter vorstellen können.

Wer den „Smoothie“ nicht kennt, dem sei gesagt, dass es sich hierbei um ein Mixgetränk aus Gemüse mit Früchten und eventuell Samen, Nüssen oder verschiedenen Kernen handelt.
Der Begriff „Gemüsesaft“ kommt diesen Kreationen wohl noch am nächsten.

Was den „Smoothie“ ausmacht, sind seine besonders gesundheitsfördernen Zutaten.
Diese sollten selbstverständlich frisch sein und möglichst aus dem Bioladen stammen.
Frische lässt sich naturgemäß nur erreichen, wenn die Zutaten zeitnah angeschafft wurden, selbst verarbeitet werden und dann auch gleich konsumiert werden.
Es macht also wenig Sinn, einen fertigen „Smoothie“ im Supermarkt kaufen zu wollen.

Was sind gesundheitsfördende Zutaten?
Es sind rohe Zutaten, die jede Menge Mineralstoffe, Spurenelemente, Ballaststoffe, Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe und Enzyme beinhalten.
Erwähnenswert ist auch, dass „Smoothies“ meist nur aus pflanzlichen Zutaten bestehen, also vegan sind.
Natürlich ist das nicht zwingend, aber den Superfood-Charakter bekommen diese außergewöhnlichen Cocktails durch ihre Zusammensetzung, die uns vor allem hochwertige Pflanzennahrung bieten kann.

Die Zutaten des Spinat-Smoothies

  • 150 Gramm Spinat (roh)
  • 1 Banane
  • 150 Milliliter frisch gepresster Organensaft
  • 1 Esslöffel Sesam-Mus
  • 1 Stück frischer und geschälter Ingwer (etwa daumengroß)

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Zubereitung: Zeit etwa 15 Minuten

  1. Ingwer schälen
  2. Banane schälen und zerteilen
  3. Spinat waschen
  4. Orangen auspressen
  5. alle Zutaten, einschließlich Sesam-Mus, in den Mixer befördern
  6. das Ganze mixen bis eine homogene Flüssigkeit entstanden ist
  7. fertig!

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Wer möchte, kann den Smoothie mit etwas Pflanzen-„Milch“ (Haferdrink, Mandeldrink oder Sojadrink) verdünnen und nach Belieben Gewürze wie Zimt oder Vanille hinzufügen. Ist Geschmackssache.

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Gomasio selbst herstellen

Sesam, Salz und Mörser

Mörser, Sesam und Salz

Gomasio ist ein Gewürz, das im Laufe der Zeit auch in westlichen Küchen Einzug gehalten hat.
Ursprünglich stammt es aus Japan und heißt übersetzt ganz einfach „Sesamsalz“.

Geschätzt wird Gomasio einerseits als Würzmittel mit kräftigem nussigem Aroma. Es eignet sich zum Würzen einer Vielzahl von Gerichten: Salate, Gemüse, Getreide und Reis. Aber auch beim Bestreuen auf Brot ist es eine leckere Variante.
Dadurch, dass die Salzkristalle im Gomasio von Sesamöl umschlossen sind, macht es nicht so durstig, wie reines Salz dies tut.

Andererseits wird es in der „gesunden Küche“ geschätzt, weil es eine kräftigende Wirkung hat.
In der Ernährungsform der ‚Makrobiotik‘ ist es den Lebensmitteln zugeordnet, die sehr ‚Yang‘ sind und damit ausgleichend wirken zu den Lebensmitteln der westlichen Küche.
In der TCM (Traditiionelle Chinesische Medizin) wird Gomasio ebenfalls eine kräftigende Wirkung zugeschrieben.
Darüber hinaus sagt man ihm nach, dass es gut gegen Husten wirkt, bei übersäuertem Magen, gegen Kopfschmerz, Heuschnupfen und sogar bei Tierhaarallergie hilft.

Sesam, als Hauptbestandteil des Gomasio, ist sehr calciumreich, ordentlich eiweißreich, bietet eine große Menge an wichtigen Aminosäuren und enthält Antioxidantien, die vor freien Radiakalen schützen.

Da es nun sehr beliebt geworden ist, kann man es auch fertig kaufen.
Ein kleiner Nachteil dabei ist, dass Sesamöl zwar vergleichsweise lange haltbar ist, aber eben doch nach einiger Zeit ranzig wird und das ist keinesfalls der Gesundheit zuträglich.
Deshalb ist es eine gute Alternative, es selbst herzustellen.
Die Herstellung ist einfach, wenn auch ein wenig anstrengend (das Mörsern der Körner braucht Ausdauer und etwas Kraft). Vielleicht kann die Gomasio-Produktion ja auch mal einen Besuch im Fitness-Studio ersetzen.

Hier als kurzes Video der Prozess der Herstellung:

Wunderbares Curcuma

Curcuma als Gewürz oder als natürliches Färbemittel (bedingt durch das enthaltene Curcumin) ist den meisten bekannt. Nebenbei ist es auch wesentlicher Bestandteil des Curry und ist z.B. aus der ayurvedischen Küche nicht wegzudenken.

curcuma

Bildquelle: Pro-Nutrimentum

Dass Curcuma noch weitaus mehr kann, soll hier beschrieben werden.

Tatsächlich ist es weniger ein Gewürz, als vielmehr ein Heilmittel mit vielfältigen gesundheitsfördernden Eigenschaften.

Dabei ist zu beachten, dass es in den kleinen Mengen, in denen es üblicherweise als Gewürz verwendet wird, keine ausreichende Wirkung erzielt.
Bei hoher Dosierung sollte einem bewusst sein, dass das bittere Aroma des Curcuma-Rhizoms schnell durchschlägt.

Maximal 5 Gramm pro Tag und Mahlzeit sind ausreichend, damit die heilsame Wirkung dieser Pflanze aus der Gattung der Ingwer-Gewächse auch zum Tragen kommt und das Geschmackserlebnis nicht negativ beeinflusst.

Worin liegen nun die Stärken von Curcuma?

  • Stärkung des Immunsystems
  • Antioxidativ
  • Antibakteriell
  • Antiviral
  • Entzündungshemmend
  • Anregung des Galleflusses
  • Wachstumshemmung  von Tumorzellen bei Darmkrebs, Prostata- und Brustkrebs (nach Forschungsergebnissen an der Ludwig-Maximilians-Universität München)
  • Schützt und regeneriert die Leberzellen
  • Fördert die Fettverdauung
  • Krampflösend
  • Fiebersenkend
  • Schmerzstillend

Die vielfältigen Wirkungen werden dem gelben Farbstoff Curcumin zugeschrieben, für den die Wurzelknolle in erster Linie bekannt wurde.

 

Beispielhafte Links dazu:
http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/gesundheit/themenuebersicht/ernaehrung/curcuma-wirkung100.html

http://www.zentrum-der-gesundheit.de/curcuma-anwendung-ia.html