Archiv für den Monat: Februar 2018

Ursachen von Mineralstoffmängeln

Ackerböden:
  • Bei der Verwendung von synthetischem Kunstdünger kann für die Pflanzen die Aufnahme von Mineralstoffen blockiert werden.
  • Durch intensiven Ackerbau laugen die Böden aus und enthalten immer weniger Mineralstoffe und Spurenelemente, die folglich nicht für die Pflanzen zur Verfügung stehen und somit als Nahrungsquelle für den Menschen fehlen.
Industrielle Verarbeitung der Nahrungsmittel:
  • Durch intensive Verarbeitung der Nahrungsmittel gehen große Anteile an Mineralstoffen und Spurenelementen verloren.
Kochen:
  • Kochen von Nahrungsmitteln vermindert den Gehalt an Mineralstoffen und Spurenelementen. Ganz beträchtlich ist der Verlust, wenn Kochwasser weg geschüttet wird, da sich darin gelöste Nährstoffe befinden.
Übersäuerung des Körpers:
  • Um Säuren neutralisieren zu können, benötigt der Organismus basenbildende Mineralstoffe (Calcium, Eisen, Kalium, Magnesium, Natrium). Diese fehlen dann für ihre anderen physiologischen Aufgaben im Körper.
Stress:
  • Stress verschleißt Mineralstoffe. Insbesondere Magnesium wird bei Stress stark vermindert.
Fluoridierung:
  • Zahnpasta und Salz wird häufig Fluorid zugesetzt. Legitimiert wird dies damit, dass Fluorid ein wichtiger Mineralstoff für die Kariesprophylaxe ist. Fluoride haben die Eigenschaft, sich an Mineralstoffe (besonders Magnesium und Calcium) zu binden und diese damit für den Körper nutzlos zu machen. Zusätzlich wird angenommen, dass Fluorid die Funktion der Zirbeldrüse beeinflusst und dadurch Wahrnehmungsstörungen auslöst.
Magensäuremangel:
  • Magensäure ist notwendig, damit Mineralstoffe resorbiert werden können. Bei einem Mangel an Magensäure fehlen diese Mineralstoffe für den Körper. Der gleiche Effekt tritt bei Verwendung von Säureblockern (Antazida) ein, die bei Sodbrennen gegen Magensäureüberschuss angewendet werden.
Milchkonsum:
  • Milchprodukte enthalten viel Calcium, aber wenig Magnesium. Dadurch wird ein ungünstiges Calcium/Magnesium-Verhältnis erzeugt, was die Aufnahme und Verwertung von Magnesium vermindert.
  • Milchprodukte sind Säurebildner, was wiederum zu einer Verminderung basenbildender Mineralstoffe führt.
Proteinreiche Ernährung:
  • Eine Ernährung, die reich an Proteinen ist (Fleisch, Fisch, Ei), führt zu einer vermehrten Ausscheidung basischer Mineralstoffe über den Urin. Fehlende basische Mineralstoffe begünstigen eine Übersäuerung des Körpers.
Phosphate:
  • Kohlensäurehaltige Getränke enthalten meist Phosphate, die sich mit Mineralstoffen und Spurenelementen zu unlöslichen Komplexen verbinden.

Calcium

Calcium ist ein sogenanntes Mengenelement.
Im menschlichen Körper hat Calcium den mengenmäßig größten Anteil an den Mineralstoffen.
Insgesamt befindet sich im Körper eines Erwachsenen bis zu 1 Kilogramm Calcium.
99% des Calciums befinden sich in Knochen und Zähnen.
1% befindet sich im Extrazellularraum und im Blut. Trotz dieses relativ geringen Anteils hat es hier sehr wichtige Funktionen:
  • Eisenstoffwechsel
    • die Resorption von Eisen ist von der richtigen Menge Calcium abhängig. Zuviel Calcium behindert die Eisen-Resorption. In naturbelassenen Lebensmitteln ist von einem ausgewogenen Verhältnis auszugehen.
  • Blutgerinnung
  • Blutdruck-Regulation
  • Blutgefäße
  • Erregungsweiterleitung in Nerven- und Muskelzellen
  • Knochengesundheit
  • Zahngesundheit
  • Insulinwirkung
Der Tagesbedarf für einen Erwachsenen an Calcium beträgt ca. 1000 Milligramm. Für Schwangere und Stillende beträgt der Tagesbedarf ca. 1200 Milligramm.
300 Milligramm werden täglich über den Urin ausgeschieden. Daher ist die regelmäßige Versorgung mit Calcium wichtig.
Calcium und Vitamin D
Damit das mit der Nahrung aufgenommene Calcium aus dem Darm ins Blut resorbiert werden kann, ist Vitamin D notwendig.
Vitamin D wird durch die Wirkung von Sonnenlicht in der Haut gebildet. Damit hängt die Verwertbarkeit von Calcium auch von einem ausreichendem Aufenthalt in der Sonne ab.
Calcium, Magnesium und Knochengesundheit
Eine zu hohe Calcium-Aufnahme über Nahrung kann die Ausscheidung von Magnesium erhöhen.
Ein dadurch entstehender Magnesium-Mangel verhindert, dass Calcium in die Knochen eingebaut werden kann.
Gute Calcium-Lieferanten:
  • Brennessel (ca. 650-700 Milligramm / 100 Gramm)
    • gilt für frische und als Gemüse zubereitete Blätter
    • Brennessel-Tee liefert weniger Calcium
  • Milch